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Teure Hilfe für co op

aus DER SPIEGEL 7/1990

Ihre abstruse Hilfsaktion für die co op belastet die Pensionskasse der deutschen Konsumgenossenschaften (PK) weit mehr, als sie zugeben mag. Im Oktober 1988 hatte sie für 308 Millionen Mark Aktien des Handelskonzerns gekauft. Zwar konnte die PK die Aktien noch vor dem Kapitalschnitt bei co op wieder abstoßen. Damit, ließ die Pensionskasse öffentlich verlauten, sei dieses »Engagement auch in wirtschaftlicher Hinsicht überwunden«. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn der Verkauf der 775 000 co-op-Aktien brachte nur 50,7 Millionen Mark in die Kassen der Versicherung. »Zur Vermeidung eines Verlustausgleichs«, so das Protokoll der letzten Verwaltungsratssitzung, wurden zunächst 5 der 150 Grundstücke aus dem Immobilienbesitz der PK verkauft. Sie bringen aber nur 23 Millionen Mark. Weitere 46 Millionen Mark fordert die PK von der co op in einem Rechtsstreit. Schließlich wird der Verkauf eines Büro- und Ladenkomplexes in Hamburg »in Erwägung« gezogen.

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