Teurer Rohstoff Ölpreis steigt auf höchsten Stand seit Irak-Krieg

Kaltes Wetter in den USA und schlechte Nachrichten von Shell haben den Ölpreis am Freitag in die Höhe getrieben. Damit ist der Rohstoff wieder so teuer wie im März vergangenen Jahres.


Ölförderung: USA wollen trotz hoher Preise kräftig einkaufen
AP

Ölförderung: USA wollen trotz hoher Preise kräftig einkaufen

London - Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Liefertermin Februar legte in London bis auf 31,80 US-Dollar zu. Ein ähnliches Niveau hatte der Ölpreis zuletzt im März 2003, kurz vor Beginn des Irak-Krieges, erreicht. Allein seit Jahresbeginn ist der Ölpreis damit um 2,50 Dollar je Barrel gestiegen.

"Die kalte Witterung in den USA stützt neben zahlreichen anderen Faktoren den Markt", sagte Ölexperte Peter Luxton bei Informa Global Markets. Bereits am Morgen war der Ölpreis nach der Reduzierung der Schätzungen der eigenen Ölreserven durch den Royal Dutch/Shell-Konzern gestiegen. Der niederländisch-britische Ölkonzern hat seine so genannten geprüften Ölreserven um 3,9 Milliarden Barrel oder 20 Prozent gekürzt. Wie das Unternehmen am Freitag in London mitteilte, sind vor allem in Nigeria und Australien die Vorkommen bei den Ölfeldern im derzeitigen Entwicklungsstand überschätzt worden.

Für das hohe Preisniveau sind laut Luxton auch Aussagen der US-Regierung verantwortlich. Demnach soll trotz des hohen Ölpreises die strategische Ölreserve weiter aufgefüllt werden, die sich auf dem niedrigsten Stand seit 28 Jahren befindet.



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