"Teuro"-Debatte Drastischer Preisanstieg bei Alltagsgütern

Verbraucher, die seit der Einführung des Euro-Bargelds ein "Teuro"-Gefühl beschleicht, leiden offenbar nicht unter Halluzinationen. Laut einer Studie von Wirtschaftsforschern war die Inflation im ersten Quartal bei Produkten des täglichen Bedarfs doppelt so hoch wie offiziell gemeldet.


Euro-Bargeld: Schlechter Start für die neue Währung
REUTERS

Euro-Bargeld: Schlechter Start für die neue Währung

Berlin - das unternehmernahe Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft (iw) kommt der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag zufolge zu dem Schluss: "Die Teuerung ist kein Hirngespinst." Im ersten Quartal hätten sich Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozent verteuert. Damit sei die "gefühlte Inflation" zweieinhalb Mal höher als der offizielle Wert des Statistischen Bundesamtes für das erste Quartal (1,9 Prozent).

An der Spitze der Teuerung steht der Studie zufolge Gemüse mit einem Plus von 14,3 Prozent. Flugreisen seien um 11,4 Prozent, Molkereiprodukte und Bier um je sieben Prozent, Brot und Fleisch um jeweils 4,1 Prozent teurer geworden. Verbraucherschutzministerin Renate Künast hat für Freitag Handel, Gastronomie und Verbraucherverbände zu einem "Teuro-Gipfel" nach Berlin eingeladen.



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