Zur Ausgabe
Artikel 28 / 64
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Thyssenkrupp-Chef über den Niedergang der deutschen Industrie-Ikone "Keine Krise war schon Party"

Thyssenkrupp steckt in einer existenziellen Krise. Konzernchef Guido Kerkhoff spricht über Querschüsse aus dem Aufsichtsrat und die neue Härte im Management.
aus DER SPIEGEL 34/2019
Foto: DOMINIK ASBACH / DER SPIEGEL

SPIEGEL: Herr Kerkhoff, Thyssenkrupp droht aus dem Dax zu rutschen. Die Leistung reicht nicht mehr für einen Platz unter den 30 wichtigsten Unternehmen in Deutschland. Schmerzt das?

Kerkhoff: Ja, das ist nicht schön. Aber man muss sich da von Eitelkeiten freimachen. Es gibt gerade Wichtigeres, als der Zugehörigkeit zu einem Index nachzutrauern. Wir haben enormen Gegenwind und müssen wegweisende Entscheidungen treffen. Die Lage ist nicht gut.

SPIEGEL: Das ist untertrieben. Thyssenkrupp steckt in einer existenziellen Krise. Das Management wirkt getrieben und scheint die Lage kaum im Griff zu haben.

Kerkhoff: Das stimmt so nicht. Wir hatten immer einen klaren Plan. Aber durch die milliardenschweren Fehlinvestitionen in der Vergangenheit ist die Finanzsituation seit acht Jahren angespannt. Wir konnten seitdem immer nur kleine Schritte machen. Einige davon sind schiefgegangen. Viele haben aber auch geklappt.

SPIEGEL: Ihr Unternehmen hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2,5 Milliarden Euro an Cash verbrannt, und Sie haben die Beschäftigten aufgefordert, Büromaterial zu sparen. Ist das nicht Ausdruck höchster Hilflosigkeit?

Jetzt weiterlesen mit SPIEGEL+

Jetzt weiterlesen. Mit dem passenden SPIEGEL-Abo.

Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen – von Reportern aus aller Welt. Jetzt testen.

  • Alle Artikel auf SPIEGEL.de frei zugänglich.

  • DER SPIEGEL als E-Paper und in der App.

  • Einen Monat für 1,- € testen.

Einen Monat für 1,- €
Jetzt für 1,- € testen

Sie haben bereits ein Digital-Abonnement? Hier anmelden

Weiterlesen mit SPIEGEL+

Mehr Perspektiven, mehr verstehen.

Freier Zugang zu allen Artikeln, Videos, Audioinhalten und Podcasts

  • Alle Artikel auf SPIEGEL.de frei zugänglich

  • DER SPIEGEL als E-Paper und in der App

  • DER SPIEGEL zum Anhören und der werktägliche Podcast SPIEGEL Daily

  • Nur € 19,99 pro Monat, jederzeit kündbar

Sie haben bereits ein Digital-Abonnement?

SPIEGEL+ wird über Ihren iTunes-Account abgewickelt und mit Kaufbestätigung bezahlt. 24 Stunden vor Ablauf verlängert sich das Abo automatisch um einen Monat zum Preis von zurzeit 19,99€. In den Einstellungen Ihres iTunes-Accounts können Sie das Abo jederzeit kündigen. Um SPIEGEL+ außerhalb dieser App zu nutzen, müssen Sie das Abo direkt nach dem Kauf mit einem SPIEGEL-ID-Konto verknüpfen. Mit dem Kauf akzeptieren Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärung.

Zur Ausgabe
Artikel 28 / 64
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.