Touristik Harvard-Absolvent soll bei TUI sparen

Beim größten europäischen Reiseveranstalter TUI stehen in den kommenden Tagen wichtige Personalentscheidungen im Vorstand an. Der künftige Chefcontroller Christoph Müller soll im Konzern ein Sparprogramm durchsetzen.


Hamburg - Bereits in der vergangenen Woche sickerte durch, dass zwei Topmanager das Unternehmen verlassen werden – darunter der bisherige Chefcontroller Sebastian Ebel. Für ihn soll nach der nächsten Aufsichtsratssitzung Anfang der Woche der bisherige Flug-Bereichsvorstand Christoph Müller, 44, nachrücken.

TUI-Manager Müller: Abwehr gegen unerwünschte Aufkäufer

TUI-Manager Müller: Abwehr gegen unerwünschte Aufkäufer

Der ehemalige Lufthansa-Manager, der erst im Januar bei der TUI anheuerte, galt im Konzern als Kandidat für höhere Aufgaben, seit es ihm Ende Juni gelang, für die Piloten der TUI-Flugableger HLX und Hapagfly gemeinsame Vergütungsstrukturen durchzusetzen und damit die Grundlage für eine Zusammenlegung der beiden Airlines zu schaffen. In seiner neuen Funktion muss Müller seinem Chef Michael Frenzel nun helfen, ein erst kürzlich verabschiedetes Sparprogramm umzusetzen und den Konzern gegen Angriffe unerwünschter Aufkäufer zu wappnen.

Das nötige Rüstzeug erarbeitete sich der Harvard-Absolvent unter anderem als Finanzkontrolleur bei der Daimler-Chrysler-Luftfahrttochter Dasa. Das TUI-Airline-Geschäft soll Müller zumindest vorerst nebenher noch weiter betreuen, später aber an den bisherigen HLX-Geschäftsführer Roland Keppler abtreten. Ein TUI-Sprecher erklärte, dass man sich zu "Personalspekulationen" generell nicht äußere.



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