Transrapid Start frei in China

Die chinesische Regierung hat den Bau des Transrapid in Schanghai genehmigt. Die neue Schwebebahn soll ohne Zuschüsse auskommen.


Transrapid: 34 Kilometer in sieben Minuten
DPA

Transrapid: 34 Kilometer in sieben Minuten

Peking - Bereits am 1. Januar 2003 soll der Transrapid das moderne Bankenviertel Schanghais mit dem neuen Flughafen der Wirtschaftsmetropole verbinden. Dies bestätigte am Montag auch Hans Christoph Atzpodien, Sprecher der Geschäftsführung der in Kassel ansässigen Thyssen Transrapid System GmbH. Um den engen Terminplan einzuhalten, wollen die wollen die Chinesen im Januar 2001 mit dem Bau beginnen.

Geplant ist die Lieferung von vier Zügen mit jeweils sechs Waggons. Die Trasse wird von chinesischer Seite gebaut. Das Land für die Strecke sei bereits gekauft, auch seien schon Probebohrungen für die Pfeiler vorgenommen worden, hieß es.

Bei einer Spitzengeschwindigkeit bis 505 Stundenkilometer braucht die Magnetschwebebahn für die 35 Kilometer lange Strecke sieben Minuten. Jährlich sollen bis zu 80 Millionen Passagiere die Strecke nutzen.

Die Machbarkeitsstudie soll noch am Montag vorgelegt werden. Dabei geht es vor allem um den Preis und die Zahlungsbedingungen.

Der Kostenvoranschlag des Transrapid-Konsortiums aus Thyssen-Krupp, Siemens und Adtranz soll bei 1,75 Milliarden Mark für die drei Züge samt Antriebstechnik liegen - mehr als geplant. Zusätzlich kommen Kosten in Höhe von gut einer Milliarde Mark für die Trasse hinzu. Der Vertrag soll voraussichtlich bis 15. Dezember unterschrieben werden.

Trotzdem soll das Projekt ohne Subventionen aus der Bundeskasse auskommen. Allerdings erwartet die chinesische Seite nach Angaben von Atzpodien von der Bundesregierung, dass sie ihre Zusage einhält, das Projekt durch einen zinsgünstigen Kredit mit zu unterstützen.

Nach früheren Angaben sollen die Kosten zu je einem Drittel von dem Schanghaier Transrapid-Betreiber, chinesischen Banken sowie deutschen und anderen ausländischen Kreditinstituten getragen werden. "Wir sind darauf eingestellt, die Strecke allein zu finanzieren", sagte der Schanghaier Stadtplanungschef Gao Yue.

Mit 35 Kilometern wird die Transrapid-Strecke kürzer als ursprünglich geplant, um größere Umbauten im Finanzviertel Pudong zu vermeiden. Die Bahn endet jetzt an der U-Bahnstation Longyang, etwa fünf Kilometer südöstlich des Bankenzentrums.



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