Transrapid-Verhandlungen Tiefensee will bis 925 Millionen Euro pokern

Der Streit dauert schon Jahre, doch jetzt wird es ernst: An diesem Montag will die Bundesregierung mit dem Freistaat Bayern über die Transrapidtrasse in München verhandeln. Verkehrsminister Tiefensee plant, ein millionenschweres Angebot vorzulegen.


Berlin - In die festgefahrenen Gespräche zur Münchner Magnetschwebebahn Transrapid kommt Bewegung. Die Verhandlungen zwischen Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und seinem bayerischen Amtskollegen Erwin Huber (CSU) sollen an diesem Montag beginnen, wie die Nachrichtenagentur dpa in Berliner Regierungskreisen erfuhr.

Transrapid in München (Computeranimation): Wenn Bayern 280 Millionen Euro drauflegt, ist die Finanzierung sicher
DDP

Transrapid in München (Computeranimation): Wenn Bayern 280 Millionen Euro drauflegt, ist die Finanzierung sicher

Der Bund ist demnach bereit, sein bisheriges Angebot aufzustocken. Statt 550 Millionen Euro will Tiefensee bis zu 925 Millionen Euro zuschießen. Bedingung ist allerdings, dass auch Bayern seinen Anteil wesentlich erhöht. Zuvor hatte sich Tiefensee mit Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (ebenfalls SPD) beraten. Nach jahrelangem Gerangel könnte nun ein ernsthafter Verhandlungsversuch mit Bayern unternommen werden.

Derzeit gibt es für das Projekt noch eine Finanzierungslücke von 655 Millionen Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,85 Milliarden Euro. 185 Millionen davon will die Bahn aufbringen, 460 Millionen die bayerische Staatsregierung. Würde sie nochmals 280 Millionen drauflegen, wäre die Finanzierung sicher.

wal/dpa



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