Trockenheit Städte- und Gemeindebund warnt vor Wasserknappheit

Hoher Verbrauch in Industrie, Landwirtschaft und Privathaushalten: In einigen Teilen der Republik droht laut dem Deutschen Städte- und Gemeindebund Wasser zur Mangelware zu werden. Kommunen müssten sich besser vorbereiten.
Pegelstand von 154 Zentimetern: der Rhein bei Köln

Pegelstand von 154 Zentimetern: der Rhein bei Köln

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund warnt angesichts der Trockenheit vor Wasserknappheit in einigen Regionen Deutschlands. »Problematisch ist der drastisch steigende Wasserbedarf in der Industrie, in der Landwirtschaft, aber auch in Privathaushalten«, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem »Handelsblatt« .

Die Gartenbewässerung und das Füllen großer Pools mit Leitungswasser könne in den Sommermonaten zum »echten Problem« werden. Rasensprenger verteilten in einer Stunde bis zu 800 Liter Trinkwasser. »Das kann die Versorgungsinfrastruktur in manchen Regionen an ihre Grenzen bringen.«

Privathaushalte sollten im Rahmen ihrer Möglichkeiten Regenwasser auffangen, sagte Landsberg. »In Einzelfällen können auch kommunale Verwendungsverbote notwendig sein.«

Hellerer Asphalt als ein Ansatzpunkt

Landsberg verlangte »kommunale Hitzeaktionspläne«, um Menschen vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen. »Wir müssen in den Städten grüne Klimaoasen etablieren.« Dazu gehöre es etwa, in Dach- und Fassadenbegrünungen, Sitzgelegenheiten in kühler Umgebung oder zum Beispiel auch sogenannte Wasservernebler zu investieren. »Auch Überlegungen, den schwarzen Asphalt durch einen helleren Asphalt zu ersetzen, können Temperaturreduzierungen bringen«, sagte Landsberg.

Die derzeit vor allem in West- und Südeuropa anhaltende Hitzewelle erreicht laut Deutschen Wetterdienst Anfang der kommenden Woche auch Deutschland. Am Dienstag werden verbreitet Temperaturen über 35 Grad erreicht, im Westen bis zu 40 Grad.

atb/dpa
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