Trotz Corona Kommunen erzielen Milliardenüberschuss

Deutschlands Städte und Gemeinden haben 2021 ein sattes Haushaltsplus verzeichnet. Ungeachtet aller Shutdowns und Lieferengpässe überstiegen ihre Steuereinnahmen sogar das Niveau vor der Coronakrise.
Blick auf die Frankfurter Skyline: Einnahmen der Kommunen in Deutschland sprudeln

Blick auf die Frankfurter Skyline: Einnahmen der Kommunen in Deutschland sprudeln

Foto: Thomas Lohnes / Getty Images

Die Kommunen in Deutschland haben im vergangenen Jahr einen Finanzierungsüberschuss von knapp 4,6 Milliarden Euro erzielt. Das seien rund 2,6 Milliarden Euro mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte . Nach den Ausfällen aufgrund der Pandemie seien die Steuereinnahmen wieder gestiegen und hätten sogar das Vorkrisenniveau übertroffen. Im Jahr 2020 hatten Bund und Länder die Kommunen noch wegen der Coronakrise mit Finanzhilfen unterstützen müssen.

Für den Anstieg der Steuereinnahmen sei vor allem die Gewerbesteuer ausschlaggebend, hieß es. Die Einnahmen daraus seien um 34,6 Prozent auf mehr als 50 Milliarden Euro gestiegen und lägen damit sogar acht Milliarden Euro über dem Wert von 2019. Dies gelte für alle Bundesländer. Rheinland-Pfalz rage mit einem Plus von mehr als 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr jedoch heraus. Diese Steigerung dürfte auch durch den Impfstoffhersteller Biontech zustande kommen, der seinen Sitz in Mainz hat.

Auch die Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer erhöhten sich den Angaben zufolge 2021. Sie stiegen um 5,2 Prozent auf 40 Milliarden Euro. Die Umsatzsteuer ergab 8,2 Milliarden Euro und damit 0,6 Prozent weniger.

Die kommunalen Steuereinnahmen lagen den Angaben zufolge 2021 mit 113,4 Milliarden Euro rund 15 Prozent über der Summe aus dem Vorjahr. Die gesamten bereinigten Einnahmen der Kommunen lagen mit 308 Milliarden Euro 4,3 Prozent über dem Vorjahr, die gesamten bereinigten Ausgaben stiegen um 3,5 Prozent auf 303,4 Milliarden Euro.

sol/dpa/AFP