Trotz Mehrwertsteuer-Delle VW erzielt im ersten Quartal Absatzrekord

Guter Einstieg für den neuen VW-Chef Winterkorn: Der Auto-Konzern hat in den ersten drei Monaten 2007 1,47 Millionen Wagen verkauft - und damit nach eigenen Angaben mehr als jemals in einem Quartal zuvor. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet das ein Plus von 7,9 Prozent.


Wolfsburg - Alle Konzernmarken hätten zu dem Ergebnis beigetragen, erläuterte VW-Chef Martin Winterkorn. Die Kernmarke Volkswagen Chart zeigen Pkw lieferte im ersten Quartal 2007 weltweit 850.000 Fahrzeuge aus. Dies entspricht einem Plus von 6,8 Prozent. In Westeuropa verzeichnete die Marke im ersten Quartal jedoch ein Minus von 3,3 Prozent auf 354.000 Auslieferungen - wichtigster Grund sei der Rückgang auf dem deutschen Markt um 10,8 Prozent auf 112.000 Fahrzeuge. Winterkorn sieht den Konzern dennoch gut aufgestellt. Trotz eines schwierigen Marktumfeldes werde VW seine Absatzziele für dieses Jahr erreichen.

Präsentation des Polo Jinqing im Juni 2006: Schon im vergangenen Jahr hat der Autobauer ein Rekordjahr hingelegt
DPA

Präsentation des Polo Jinqing im Juni 2006: Schon im vergangenen Jahr hat der Autobauer ein Rekordjahr hingelegt

In Westeuropa seien trotz der Mehrwertsteuer-Delle im deutschen Heimatmarkt die Auslieferungen aller Marken um 1,9 Prozent auf 777.000 Autos gesteigert worden. Vorzieheffekte aus der Steuererhöhung bewirkten in Deutschland einen Rückgang im ersten Quartal um 4,9 Prozent auf 235.000 Autos. Das größte Absatzplus verzeichnete der Konzern mit 25,9 Prozent und 109.000 Auslieferungen in Zentral- und Osteuropa.

Wichtigster Wachstumsmarkt war China. Dort wurden 203.000 Autos ausgeliefert, ein Plus von 23 Prozent. Ebenfalls positiv habe sich die Region Südamerika/Südafrika entwickelt. Vor allem auf dem brasilianischen Markt sei mit 120.000 Fahrzeugen ein kräftiges Wachstum von 21,4 Prozent erzielt worden. In den USA erreichte der Konzern nur einen leichten Zuwachs von 0,7 Prozent auf 73.000 Autos.

VW hatte 2006 mit 5,73 Millionen verkauften Autos und einem Plus von 9,3 Prozent bereits ein Rekordjahr hingelegt. Dieses Ergebnis wurde noch vom früheren Konzernchef Bernd Pischetsrieder erarbeitet. Seit Januar leitet der frühere Audi-Chef Winterkorn den Konzern.

ase/AP/dpa



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