Trotz Offenheitsgesetz Erich Sixt will sein Gehalt verschweigen

Seit kurzem sind die Vorstände großer börsennotierter Unternehmen im Prinzip gesetzlich verpflichtet, ihre Bezüge offen zu legen. Erich Sixt, Gründer der nach ihm benannten Autovermietungsfirma, ist davon gar nicht begeistert - er will die Regelung umgehen.


Unternehmer Sixt vor Werbeplakat: Eigene Stimmrechte könnten schon reichen
DDP

Unternehmer Sixt vor Werbeplakat: Eigene Stimmrechte könnten schon reichen

München - Der Firmengründer und Vorstandschef Sixt will sein Gehalt auch in Zukunft nicht veröffentlichen. Auf der Hauptversammlung der Sixt AG sollen die Aktionäre heute über einen diesbezüglichen Antrag abstimmen. Wenn mindestens drei Viertel der Stimmrechte diesen Antrag tragen, könnte Sixt die Verpflichtung zur Gehaltsoffenlegung umgehen. Diese Möglichkeit ist ausdrücklich im Gesetz vorgesehen.

Sixt stellt als eines der ersten Unternehmen einen entsprechenden Antrag. Begründet wurde er damit, dass eine Offenlegung der individuellen Gehälter zu stark in die Privatsphäre eingreife.

Sixt selbst hielt zuletzt rund 57 Prozent der stimmberechtigten Stamm-Aktien. Dies könnte, bei einer entsprechend niedrigen Präsenz der übrigen Aktionäre, bereits für eine 75-Prozent-Mehrheit reichen.



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