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TV-Satellit ohne Hörfunk?

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aus DER SPIEGEL 34/1984

Die deutsche Elektronikindustrie fürchtet um ihren Vorsprung beim Satellitenrundfunk. Der Funk aus dem All soll in den kommenden Jahren erstmals die bundesweite Ausstrahlung von Hörfunkprogrammen in bester technischer Qualität ermöglichen. Ursprünglich wollten die für die Rundfunkhoheit zuständigen Länderchefs auf dem Anfang 1986 einsatzbereiten Rundfunksatelliten TV-Sat neben mehreren Fernsehkanälen auch einen Hörfunkkanal mit 16 Programmen einrichten. In einer vor kurzem zwischen den Ländern abgeschlossenen neuen Vereinbarung über die Nutzung des TV-Sat geht es aber nur noch um Fernsehkanäle: drei für die CDU- und zwei für die SPD-regierten Länder. Dabei könnte die von der Firma Telefunken mit Geldern aus dem Bonner Forschungsministerium entwickelte Technik der deutschen Elektronikindustrie zu neuem Aufschwung verhelfen. Denn für den Satellitenrundfunk interessieren sich auch andere Länder. Dieses Geschäft, so fürchtet nun Telefunken-Chef Josef Stoffels, werde von den Japanern gemacht, wenn das System in Deutschland nicht eingesetzt und praktisch weiterentwickelt werden kann.

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