Nach Twitter-Übernahme Elon Musk verkauft Tesla-Aktien im Wert von fast vier Milliarden Dollar

Gerade erst hat US-Milliardär Elon Musk Twitter übernommen. Jetzt stößt er weitere 19,5 Millionen Aktien seines E-Auto-Herstellers Tesla ab.
Elon Musk (2019 in Kalifornien)

Elon Musk (2019 in Kalifornien)

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Ringo H.W. Chiu / AP

Tesla-Chef Elon Musk hat Aktien im Wert von knapp vier Milliarden Dollar verkauft. Der Twitter-Neueigentümer habe 19,5 Millionen Aktien des E-Auto-Herstellers im Wert von 3,95 Milliarden Dollar abgestoßen, wie aus einer US-Börsenmitteilung vom Dienstag hervorging. Gründe für den Verkauf wurden zunächst nicht bekannt.

Musk hatte bereits im April und August Tesla-Aktien im Wert von insgesamt 15,4 Milliarden Dollar verkauft, um die Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter für 44 Milliarden Dollar zu finanzieren. Für den Deal musste er 22,4 Milliarden Dollar aus der eigenen Tasche auf den Tisch legen. Im August hatte Musk erklärt, keine weiteren Tesla-Aktien verkaufen zu wollen.

Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters hat Musk mit dem Verkauf von Tesla-Aktien seit November 2021 rund 20 Milliarden Dollar eingenommen.

Musk hatte Twitter Ende Oktober für 44 Milliarden Dollar (rund 44 Milliarden Euro) übernommen – und erst einmal die Chef-Etage gefeuert. Eine Woche später entließ er rund die Hälfte der 7500 Angestellten; einige bat das Unternehmen inzwischen offenbar darum, zurückzukehren.

Zu den ersten Neuerungen bei Twitter unter Musk gehört der Plan, allen Kundinnen und Kunden, die für acht Dollar pro Monat ein Abo abschließen, die blauen Verifikations-Häkchen als Dreingabe mitzugeben. Bisher wurden diese von Twitter erst nach einer Prüfung, dann aber kostenlos etwa an Prominente, Politiker und Unternehmen vergeben.

Auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen für das soziale Netzwerk überlegt Musk einem Medienbericht zufolge außerdem, die Nutzung des Onlinedienstes komplett kostenpflichtig zu machen. Das habe der Milliardär bei Treffen mit seinem Berater David Sacks diskutiert, schrieb der in der Branche gut vernetzte Tech-Reporter Casey Newton in der Nacht zum Dienstag in seinem Newsletter »Platformer «. Die Idee sei, die Nutzerinnen und Nutzer Twitter für einen bestimmten Zeitraum kostenlos benutzen zu lassen, bevor dann Abogebühren fällig würden, hieß es.

aar/Reuters
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