Twitter-Übernahme von Musk Die Rechten feiern und fordern Trump zurück

Elon Musk kauft Twitter und lässt ehemalige Führungskräfte aus der Zentrale in San Francisco durch Sicherheitskräfte entfernen. Auf der Plattform selbst ist die Stimmung aufgeheizt, viele Rechte fühlen sich bestärkt.
Das Twitter-Headquarter in San Francisco: Mindestens zwei Führungskräfte sollen hinausbegleitet worden sein

Das Twitter-Headquarter in San Francisco: Mindestens zwei Führungskräfte sollen hinausbegleitet worden sein

Foto: Godofredo A. Vasquez / AP

»Chief Twit« meldet sich zum Dienst. So sieht Elon Musk offenbar seine Übernahme von Twitter. Die Selbstbezeichnung findet sich neuerdings in seiner Kurzbiografie auf dem Kurznachrichtendienst. Und gemeinsam mit einem Tweet, dass »der Vogel befreit« sei, steht das wohl für die Übernahmebestätigung, die seit Monaten erwartet wird.

Doch nicht alle sind angesichts dieser Neuigkeiten derart zu Scherzen aufgelegt wie Musk. Bei Twitter selbst trendet der Hashtag #Mastodon, eine werbe- und kostenfreie Alternative , die auf Dezentralität und offene Software setzt. Etwa Jan Böhmermann, mit 2,7 Millionen Followern einer der größten deutschen Twitterer, ruft zum Wechsel auf.

Auch andere Nutzerinnen und Nutzer kündigen an, ihren Twitter-Account zu löschen. Oder sie spielen mit dem Gedanken.

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Gefeiert wird hingegen im rechten Lager. Es gibt Forderungen nach einer Rückkehr von Donald Trump, der nach dem Sturm aufs Kapitol im Januar 2021 von Twitter verbannt wurde. Musk hatte bereits erklärt, den Ex-US-Präsidenten wieder zulassen zu wollen. Etwa AfD-Politikerin Beatrix von Storch twitterte: »Das linke woke Paralleluniversum wackelt.«

Die Stimmung bei Twitter scheint bereits Stunden nach der Verkündung der Übernahme aufgeheizt wie selten. Auch wird kritisiert, dass nun drei der reichsten Menschen der Welt Twitter, die »Washington Post« und Facebook sowie Instagram besitzen. »Wie könnten Menschen denken, das sei keine schlechte Sache«, schreibt ein Nutzer.

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Und auch konzernintern gibt es bei Twitter bereits Konsequenzen. Etwa der bisherige CEO Parag Agrawal wurde Medienberichten zufolge gefeuert. Auch Finanzchef Ned Segal und Chefjustiziarin Vijaya Gadde müssen demnach gehen. Gadde soll dafür verantwortlich gewesen sein, Trumps Account zu löschen.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters wurden mindestens Agrawal und Segal buchstäblich von Musk hinausgeworfen. Sicherheitskräfte sollen sie aus dem Headquarter in San Francisco geleitet haben.

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Auch Minderheiten fürchten Musk als Twitter-Chef, der er Medienberichten zufolge selbst werden möchte. Musk hatte stets betont, die Plattform von angeblich zu starken Einschränkungen der Meinungsfreiheit zu befreien. Kritiker befürchten, dass er damit Hassrede und Hetze Vorschub leisten könnte, gegen die Twitter seit Jahren ankämpft.

hba/atz
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