Überlegungen für Konzernfusion China will Boeing-Konkurrenten bauen

China hat große Pläne in der Luftfahrtindustrie: Die Volksrepublik will einen großen Passagierflieger bauen - mit ihm will man Boeing und Airbus Konkurrenz machen. Einer Zeitung zufolge wird deshalb jetzt eine Fusion der zwei großen Staatskonzerne ausgelotet.


Peking – Ein großer Passagierjet soll gebaut werden, mit 150 Sitzen - 2020 soll er abheben. Um diese ehrgeizigen Pläne umsetzen zu können, loten die beiden chinesischen Staatsunternehmen Avic I und Avic II derzeit aus, ob sie ihre Sparten für den Bau kommerzieller Flugzeuge zusammenlegen. Das berichtet die chinesische Staatspresse unter Berufung auf Unternehmenskreise.

China hatte die Pläne für den Passagierjet im vergangenen Jahr angekündigt. Die Maschine soll nichts Geringeres als eine Konkurrenz für die Modelle der weltweit führenden Luftfahrtkonzerne Airbus und Boeing Chart zeigen werden. Erst vor kurzem hatte China den ersten vollständig im Land entwickelten Regionaljet ARJ21-700 in Shanghai präsentiert.

Details der Pläne für eine Zusammenlegung der beiden chinesischen Luftfahrtunternehmen könnten dem Bericht zufolge voraussichtlich im März vorgestellt werden. Avic I und Avic II sind jeweils auch Zulieferer von Airbus und Boeing. Avic II ist der einzige chinesische Hersteller von kommerziellen und Militärhubschraubern. In einem Joint Venture mit dem brasilianischen Flugzeugbauer Embraer stellt das Unternehmen außerdem den 50-sitzigen Regionaljet ERJ-145 her.

ase/AFP



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