Übernahme Blackstone-Konsortium kauft Freescale

Das Blackstone-Konsortium hat den Zuschlag für den weltweit zehntgrößten Chiphersteller Freescale erhalten. Kaufpreis: 17, 6 Milliarden Dollar. Nach Bekanntwerden der Nachricht schnellten die Aktien des Chipherstellers prompt in die Höhe.


New York- Das Führungsgremium des Freescale-Konzerns habe dem Angebot des Blackstone-Konsortiums zugestimmt. Zu der Gruppe gehören neben Blackstone auch Texas Pacific, Permira, die Carlyle Group und Bain Capital. Medienberichten zufolge hatte eine zweite Gruppe ebenfalls für Freescale geboten. Diese habe aus Kohlberg Kravis Roberts und Silver Lake Partners bestanden.

Der Preis von 40 Dollar je Aktie liegt etwa 36 Prozent über dem Durchschnitt der letzten 30 Handelstag vor dem achten September. Am letzten Handelstag der laufenden Woche schloss das Freescale-Papier in New York bei 37,16 Dollar (minus 1,09 Prozent). Im nachbörslichen Handel sprangen die Anteile um 6,1 Prozent auf 39,43 Dollar nach oben. Am Montag hatte Freescale bestätigt, dass sich das Unternehmen "in Verhandlungen über eine mögliche geschäftliche Transaktion befinde".

Die Übernahme wäre der "New York Times" zufolge die bislang größte in der Technologie-Branche, die überwiegend mit Fremdkapital finanziert würde. Freescale gehörte bis 2004 zu Motorola. Das Unternehmen brachte es 2005 auf einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Dollar.

Freescale bietet Spezialchips für Handys, Autos und andere Produkte an. Zu den Kunden gehören unter anderem Motorola, Sony, der Haushaltsgeräteanbieter Whirlpool, Cisco Systems mit seinen Routern und Autohersteller wie Mercedes, BMW, Ford und General Motors.

fok/Reuters/dpa-AFX



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