Übernahme PPR hofft auf mehr Puma-Aktien

Nach seinem Übernahmeangebot für Puma hält PPR inzwischen ein Drittel der Aktien. Das scheint dem französischen Luxusgüterkonzern allerdings nicht zu reichen - er verlängert die Angebotsfrist noch mal um zwei Wochen.


Paris - Nach dem Ende der Annahmefrist halte man 33,2 Prozent des Grundkapitals, teilte Pinault-Printemps-Redoute (PPR) heute in Paris mit. Das entspreche mehr als 5,32 Millionen Aktien. Der PPR-Chef und Aufsichtsratsvorsitzende von Puma, Francois-Henri Pinault, sagte, er sei mit diesem Ergebnis zufrieden. Es stärke die Kontrolle über Puma. Außerdem bestätigte er das langfristige Engagement von PPR bei dem Sportartikelhersteller.

Gleichzeitig verlängerte der französische Luxuskonzern die Angebotsfrist für die Übernahme bis zum 11. Juli. Die Offerte bleibe mit 330 Euro konstant. Die weitere Annahmefrist für das Angebot beginnt am Donnerstag und bietet den Puma-Aktionären die letzte Möglichkeit, 330 Euro pro Aktie zu beziehen. Das endgültige Ergebnis des Angebots will PPR am 17. Juli bekannt geben. Der Kurs der Puma Chart zeigen-Aktie liegt aktuell genau bei 330 Euro.

PPR hatte Mitte April mitgeteilt, ein Puma-Aktienpaket von 27 Prozent vom ehemaligen Großaktionär Mayfair erworben zu haben. Dafür zahlt PPR Chart zeigen den Tchibo-Erben Daniela und Günter Herz 1,4 Milliarden Euro, was einem Preis von 330 Euro je Aktie entspricht. Bei vollständiger Annahme der Offerte ließe sich PPR den MDAX-Konzern Puma 5,3 Milliarden Euro kosten. In der Vergangenheit hatte der französische Konzern immer betont, den gebotenen Preis für Puma nicht erhöhen zu wollen. Auch enthält das Gebot keine Mindestannahmequote.

Zu PPR gehören Luxusmarken wie Yves Saint Laurent oder Gucci. Zu Gucci wiederum gehören Designer wie Alexander McQueen, der bereits Schuhe für Puma kreierte, oder Stella McCartney, die unter anderem Sportmode für den Herzogenauracher Konkurrenten Adidas Chart zeigen entwirft. PPR hatte erst Anfang des Jahres bekräftigt, mit 1,5 Milliarden Euro flüssigen Mitteln genug Geld für eine mittelgroße bis große Übernahme zu haben. Zudem hat der Konzern ungenutzte Kreditlinien von fast fünf Milliarden Euro.

sam/ddp/Reuters



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