Übernahme ungewiss Russischer Milliardär zögert beim Kauf von Öger Tours

Eigentlich wollte der russische Oligarch Lebedew Millionen für den Reiseveranstalter Öger Tours bezahlen. Doch aus ungeklärten Gründen ließ er die Zahlungsfrist schon zum zweiten Mal verstreichen. Nun könnte der Deal platzen.


Hamburg - Der deutsch-türkische Vorzeigeunternehmer Vural Öger ist ratlos: "Ich weiß nicht, warum er nicht zahlt", wird er in einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zitiert. Der russische Milliardär Alexander Lebedew habe zweimal eine Zahlungsfrist verstreichen lassen, sagte der Firmengründer.

Öger, Lebedew: Preis steht nicht in Frage
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Öger, Lebedew: Preis steht nicht in Frage

Damit erscheint die spektakuläre Übernahme des sechstgrößten deutschen Reiseveranstalters Öger durch den russischen Milliardär wieder ungewiss. Der Deal war im Juli vereinbart, aber erst im Herbst nach schwierigen Verhandlungen vertraglich besiegelt worden. Schätzungsweise 125 Millionen Euro wollte Lebedew für den Reiseveranstalter bezahlen.

Berichten zufolge will Lebedew 76 Prozent an Öger Tours und dem Flugveranstalter Öger Türk Tur übernehmen. Öger sagte, Lebedew stelle den abgemachten Preis bisher nicht in Frage. Vielleicht werde das Geschäft ja zu einem späteren Zeitpunkt abgewickelt.

Öger Tours wurde 1982 gegründet und ist nach eigenen Angaben europaweit der Türkei-Spezialist Nummer eins. Der 1969 gegründete Flugveranstalter Öger Türk Tur bildet den Grundstein des Unternehmens und gehört zu den größten Anbietern für Türkei-Flüge in Deutschland.

Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Lebedew, dessen Vermögen laut Forbes-Liste rund 3,1 Milliarden Dollar beträgt, ist vor allem im Banken- und Versicherungsbereich tätig und besitzt Anteile an der Fluggesellschaft Aeroflot.

cvk/AP



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