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LUFTHANSA Überwachung mit Video

aus DER SPIEGEL 2/2003

In den nächsten Wochen will die Deutsche Lufthansa ihre komplette Flotte im Zugangsbereich der Cockpits serienmäßig mit Videokameras ausrüsten. Nach den ursprünglichen Plänen vom Frühjahr 2002 sollten die Überwachungsspione zusammen mit den schusssicheren Türen installiert werden, über die inzwischen sämtliche Langstrecken- und ein Großteil der Kurz- und Mittelstreckenjets verfügen. Doch Probleme bei den Videoanlagen verzögerten den Einbau des zusätzlichen Sicherheitssystems. Der US-Konzern Boeing, so geht aus einer internen Lufthansa-Information hervor, habe bislang noch »kein eigenes Videosystem« im Angebot. Auch ein System der Tochterfirma Lufthansa Technik wurde nicht rechtzeitig fertig. Das Modell des Herstellers Airbus wurde von Lufthansa-Experten verworfen, weil es den Einbau an der Rückwand des Cockpits vorsah. »Der Pilot«, wird in dem Konzern-Memo gerügt, »muss sich bei jedem Entry-Request (Zugangswunsch) umdrehen, um die Person zu identifizieren«. In ihrer Not entschied sich die Lufthansa für eine Anlage der US-Firma AirWorks, die pro Jet zwei oder drei Kameras und zwei Bildschirme vorsieht. Nähert sich eine Person dem Cockpit, können die Piloten über die Monitore am Arbeitsplatz die gewünschte Kamera aufrufen und prüfen, ob es sich um einen potenziellen Angreifer handelt.

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