Ukrainekrieg Daimler Truck stoppt Kooperation mit russischem Lkw-Bauer Kamaz

Die ersten Schwergewichte der deutschen Industrie ziehen Konsequenzen nach dem Angriff auf die Ukraine. Daimler will seine Aktivitäten in Russland bis auf Weiteres ruhen lassen.
Kamaz-Studie: Zutiefst schockiert über die militärische Gewalt

Kamaz-Studie: Zutiefst schockiert über die militärische Gewalt

Foto: ALEXEY NASYROV/ REUTERS

Daimler Truck friert nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine einem Medienbericht zufolge die Kooperation mit dem russischen Lkw-Hersteller Kamaz ein. In dem Joint Venture von Daimler mit Kamaz würden ab sofort keine Lastwagen mehr gebaut, berichtete das »Handelsblatt« am Montag mit Verweis auf eine Bestätigung durch den Konzern. Auch die Belieferung von Kamaz mit Komponenten werde eingestellt. Auf Twitter bestätigte Daimler Truck die Entscheidung: Ohne Kamaz namentlich zu nennen, hieß es in der Erklärung, bis auf Weiteres würden die Geschäftsaktivitäten in Russland eingestellt.

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Das Unternehmen sei zutiefst schockiert über die militärische Gewalt in der Ukraine und sehr besorgt über die Bedrohung von Frieden und Stabilität in Europa, hieß es weiter. Die Lage werde weiter eingehend beobachtet. Daimler Truck werde alle Vorgaben der Bundesregierung und der Europäischen Union befolgen.

Die Mercedes-Benz Group, ehemals Daimler und früher Mutterkonzern der Daimler-Lkw-Sparte, prüfe zudem juristisch, wie sie sich von ihrem 15-prozentigen Anteil an Kamaz schnellstmöglich trennen könne, berichtete die Zeitung weiter. Ein Mercedes-Sprecher erklärte dazu, es gelte, die geschäftlichen Aktivitäten im Lichte der aktuellen Ereignisse neu zu bewerten. Allerdings gehe es in erster Linie um die humanitären Konsequenzen des russischen Angriffs auf die Ukraine, erklärte Mercedes-Benz weiter. »Die wirtschaftlichen Folgen sind zweitrangig.«

mik/Reuters
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