Wirtschaftsboykott Disney will Russland nicht mehr unterhalten

Aus Protest gegen den Angriff auf die Ukraine haben viele Großkonzerne ihre Geschäfte in Russland auf Eis gelegt. Jetzt schließt sich auch der US-Unterhaltungskonzern Disney an.
Disneyfiguren aus Eis: »Eskalierende humanitäre Krise«

Disneyfiguren aus Eis: »Eskalierende humanitäre Krise«

Foto: FRANCOIS LENOIR/ REUTERS

Der US-Medien- und -Unterhaltungsriese Walt Disney will wegen des Krieges gegen die Ukraine vorerst gar keine Geschäfte mehr in Russland machen. Die Entscheidung erfolge »angesichts des unerbittlichen Angriffs auf die Ukraine und der eskalierenden humanitären Krise«, erklärte das Unternehmen am Donnerstag.

Disney hatte vergangene Woche bereits angekündigt, zunächst keine Filme mehr in Russland rauszubringen. Nun stoppt der Konzern alle Aktivitäten – von seinen Fernsehsendern und der Vermarktung von TV-Inhalten über das Lizenzgeschäft bis hin zu Kreuzfahrten und der Magazinmarke »National Geographic«. Teilweise gehe dies wegen vertraglicher Verpflichtungen zwar nicht per sofort, doch Disney arbeite daran.

mik/dpa-AFX
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