Ex-FCB-Präsident Uli Hoeneß hat Steuerschuld angeblich vollständig beglichen

Uli Hoeneß soll seine Steuerschulden vollständig zurückgezahlt haben. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Das soll dem früheren FC-Bayern-Präsidenten zu besseren Haftbedingungen verholfen haben.
Uli Hoeneß: Soll alle seine Schulden beim deutschen Fiskus beglichen haben

Uli Hoeneß: Soll alle seine Schulden beim deutschen Fiskus beglichen haben

Foto: POOL/ REUTERS

München - Wenige Monate nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung hat der frühere FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß seine Steuerschulden offenbar vollständig beglichen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Hoeneß habe gut 30 Millionen Euro an das Finanzamt Miesbach überwiesen, berichtet das Blatt unter Berufung auf Kreise der Steuerverwaltung. Im vergangenen Jahr habe er im Zuge seiner Selbstanzeige schon einmal zehn Millionen Euro zurückgezahlt. Somit sei jetzt die Gesamtschuld von gut 40 Millionen beglichen.

Die Steuerzahlung sei eine entscheidende Voraussetzung für Hoeneß' überraschenden Ausgang am Wochenende gewesen, berichtet die Zeitung weiter. Der Manager hatte am Samstag erstmals seit seinem Haftantritt für einige Stunden das Gefängnis in Landsberg am Lech verlassen dürfen, um sich mit seiner Familie zu treffen. Abends kehrte er in die Justizvollzugsanstalt zurück.

Hoeneß sitzt seit dem 2. Juni im Gefängnis. Das Landgericht München II hatte den 62-Jährigen im März wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 28,5 Millionen Euro zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Die hinterzogenen Steuern musste Hoeneß mit Zinsen zurückzahlen. Um eine zusätzliche Geldstrafe kam er aber herum.

jbe/AFP
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