Umstrittener Chef Deutsche Bank denkt schon über Ackermann-Nachfolger nach

Weil der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann angesichts einer drohenden Neuauflage des Mannesmann-Prozesses mit Rücktrittsgedanken spielt, sieht sich nun der Aufsichtsrat des Geldhauses laut SPIEGEL-Informationen nach möglichen Nachfolgern um. Ein Kandidat: der Siemens-Finanzvorstand.


Hamburg - Der Siemens-Manager Heinz-Joachim Neubürger ist gelernter Banker und hat vor seinem Wechsel zum Münchener Elektronikkonzern zehn Jahre für die US-Investmentbank J.P. Morgan gearbeitet, unter anderem in New York und Tokio. Zuletzt war er als Leiter der Abteilung Firmenkunden in Frankfurt am Main aktiv. Neubürger sitzt auch im Aufsichtsrat von Merrill Lynch. Er gilt nun als möglicher Ackermann-Nachfolger.

Banker Ackermann: Aufsichtsrat will vorbereitet sein
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Banker Ackermann: Aufsichtsrat will vorbereitet sein

Die interne Kritik an Ackermann nimmt nach SPIEGEL-Informationen zu. Zuletzt hatte es geheißen, der Manager erwäge einen Rücktritt, wenn der Mannesmann-Prozess neu aufgerollt werde.

Im Herbst wird der Bundesgerichtshof entscheiden, ob es zu einer zweiten Runde im Prozess um die Millionenabfindungen bei der Übernahme des Düsseldorfer Traditionskonzerns Mannesmann durch die britische Vodafone im Februar 2000 kommt. In einem ersten Verfahren war der frühere Mannesmann-Aufsichtsrat Ackermann im Juli 2004 vom Vorwurf der Untreue freigesprochen worden. Ackermann hatte als Mitglied des Aufsichtsratspräsidiums von Mannesmann den umstrittenen Abfindungen für den ehemaligen Firmenchef Klaus Esser und andere Manager zugestimmt.



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