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WASCHMITTEL Umwelt ohne Chance?

aus DER SPIEGEL 8/1997

Der Henkel-Konzern gibt den umweltfreundlicheren Superkompaktwaschmitteln keine reelle Chance, sich vollständig durchzusetzen. Obwohl diese bei gleichem Preis und gleicher Leistung weit weniger umweltschädlich sind, nimmt der Verbrauch herkömmlicher Mittel wieder zu. Sie werden oft als billige Lockvogelangebote eingesetzt, was Henkel in diesem Segment einen Marktanteil von über 50 Prozent sichert. Diese Position aufzugeben und sich auf den Kompaktmittelmarkt zu konzentrieren, auf dem der Konzern deutlich schlechter plaziert ist, paßt offenbar nicht in die Strategie von Henkel-Chef Hans-Dietrich Winkhaus. Jörg Koppenhöfer, sein Geschäftsführer für den Bereich Waschmittel, beteuert zwar, man unterstütze die Kompaktprodukte, sieht sich aber in der Pflicht, »unsere Marktposition zu sichern«. Nach einer neuen Studie des Freiburger Öko-Instituts könnten Deutschlands Flüsse um 160 000 Tonnen schädlicher Waschmittel entlastet werden, wenn auf alte Mittel verzichtet würde.

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