Ökosubvention Deutschland zahlte 4,6 Milliarden Euro Elektroautoprämien

Seit 2016 wurden in Deutschland fast eine Million E-Autos staatlich gefördert. Das geht aus Daten des Wirtschaftsministeriums hervor. Ein Hersteller profitierte demnach besonders.
Verladung von Volkswagen E-Autos in Zwickau

Verladung von Volkswagen E-Autos in Zwickau

Foto: Jens Schlueter / Getty Images

Die Bundesregierung hat für die Förderung von Elektroautos  seit 2016 insgesamt 4,6 Milliarden Euro ausgezahlt. Dies geht aus der Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Allein 798 Millionen Euro flossen demnach für knapp 160.000 E-Autos von Volkswagen.

Auch andere deutsche Hersteller profitierten von dem Bonus: 406 Millionen Euro gab es für knapp 104.000 Autos von Mercedes  und 339 Millionen Euro für gut 90.000 BMW . Für rund 59.000 Wagen des US-Herstellers Tesla flossen gut 304 Millionen Euro. Insgesamt wurden seit 2016 auf rund 965.000 Anträge hin staatliche Prämien ausgezahlt.

Bei einem vollelektrischen Fahrzeug mit einem Nettolistenpreis bis zu 40.000 Euro gibt es derzeit bis zu 9000 Euro Prämie: 6000 Euro davon kommen vom Staat, sofern der Hersteller weitere 3000 Euro zuschießt. Bei Plug-in-Hybriden gibt es bis zu 6750 Euro.

Die schwarz-rote Bundesregierung hatte 2019 beschlossen, den Umweltbonus bis Ende 2025 zu verlängern und zu erhöhen. Wegen der Coronapandemie wurde im Sommer 2020 festgelegt, den staatlichen Anteil für die Förderung von elektrischen Fahrzeugen in Form einer Innovationsprämie befristet zu verdoppeln. Die Ampelkoalition will die Subventionsregelung nur noch bis Ende 2022 unverändert fortführen. Was danach kommt, ist ungewiss.

sbo/dpa