United Airlines Chef muss wegen Panikmache gehen

James Goodwin, Chef von United Airlines, warnte seine Mitarbeiter in einem Brief vor dem drohenden Konkurs der Fluggesellschaft. Das hat ihn nun seinen Posten gekostet.


Chicago - Goodwin hatte den Mitarbeitern geschrieben, dass die Airline "im kommenden Jahr eingehen werde", wenn der "Blutverlust" nicht durch radikale Sparmaßnahmen gestoppt würde. Seine dramatischen Worte gelangten an die Öffentlichkeit und ließen den bereits arg gebeutelten Aktienkurs Kurs der United-Konzernmutter UAL nochmal um 20 Prozent einbrechen. Die Techniker-Gewerkschaft hatte daraufhin mehrfach den Rücktritt Goodwins gefordert - wegen Panikmache. Goodwin hatte 34 Jahre für United gearbeitet.

Neuer Chef von United wird John H. Creighton. Das Sofortziel sei die Wiederherstellung der Finanzstabilität der Gesellschaft, kündigte Creighton an. Er wolle mit den Mitarbeitern und Gewerkschaften zusammenarbeiten, um dies zu erreichen. Er wolle das Unternehmen solange führen, bis es auf dem Weg zur finanziellen Stabilität sei.

Die zweitgrößte Fluggesellschaft der Welt, die mit der Lufthansa in der "Star Alliance" zusammengeschlossen ist, hat enorme Geschäftsprobleme und schreibt tiefrote Zahlen. Sie hat bisher 20.000 Mitarbeiter in Folge der Terrorattacken und des starken Einbruchs im Passagieraufkommen entlassen und ihr Flugangebot massiv reduziert.



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