A380-Triebwerksfehler Rolls-Royce verspricht rasche Reparatur

Die Inspektion war offenbar erfolgreich: Der britische Rolls-Royce-Konzern hat nach eigenen Angaben den Triebwerksfehler an einem A380 genau identifiziert. Das Problem könne schnell behoben werden - die Großraumflieger schon bald wieder starten.

dpa

Berlin - Anfang November musste eine Qantas-Maschine notlanden - jetzt wurde die Ursache dafür offenbar genau identifiziert: Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce hat nach eigenen Angaben eine Untersuchung der A380-Großraumflieger beendet.

Die Prüfung der Triebwerke vom Typ Trent 900, mit denen die Airbus A380 der Fluggesellschaften Lufthansa, Singapore Airlines und Qantas ausgestattet sind, sei abgeschlossen, sagte der Forschungs- und Technologiedirektor von Rolls-Royce, Richard Jonathan Parker, dem "Tagesspiegel".

Es seien Änderungen an den Exemplaren vorgenommen worden, "bei denen es nötig war". Rolls-Royce hat Parker zufolge schnell erkannt, welche Ereignisse zu dem Zwischenfall mit der Qantas-Maschine führten und wie sie verhindert werden können. Details nannte der Manager nicht.

Australische Behörden begründen den Vorfall mit einem Produktionsfehler, der einen Ölbrand auslöste. Rolls-Royce hat nach Angaben Parkers einen Inspektions- und Wartungsplan erstellt, der die kurzfristige Rückkehr der A380-Flotte zu einem sicheren Flugbetrieb erlaubt. Gemeinsam mit Airbus, den Fluggesellschaften und den Behörden arbeite man an einer Lösung, die das Problem langfristig behebe.

Ein A380 von Qantas musste am 4. November mit 466 Menschen an Bord nach einem Triebwerksschaden notlanden. Bei dem Brand des Motors hatten sich Teile gelöst und die Tragflächen beschädigt. Die australische Gesellschaft ließ danach ihre A380-Flotte am Boden. Bisher sind noch nicht alle Maschinen wieder im Einsatz. Der doppelstöckige Flieger ist das größte Passagierflugzeug der Welt.

ssu/Reuters

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