Airbus-Militärtransporter Erster A400M auf Fliegerhorst Wunstorf gelandet

53 Exemplare hat die Bundeswehr bei Airbus bestellt, jetzt wurde der erste Militärtransporter A400M ausgeliefert. Noch ist ungeklärt, ob er vier Jahre oder nur 18 Tage verspätet ist.
Airbus-Militärtransporter: Erster A400M auf Fliegerhorst Wunstorf gelandet

Airbus-Militärtransporter: Erster A400M auf Fliegerhorst Wunstorf gelandet

Foto: Lukas Schulze/ dpa

Wunstorf - Fast ist es ein Weihnachtsgeschenk geworden: Fünf Tage vor Heiligabend ist Deutschlands erster neuer Militärtransporter vom Typ A400M auf seinem künftigen Stützpunkt Wunstorf bei Hannover gelandet.

Die Maschine war am Morgen vom Airbus-Montagewerk im spanischen Sevilla aus gestartet. Dort war sie zuvor wochenlang von einem Luftwaffen-Team überprüft und am Donnerstag dann offiziell übergeben worden. Der Leiter des Teams, Oberstleutnant Christian Schott, flog die Maschine nach Wunstorf.

Die auch "Atlas" genannten Flieger lösen die bis zu 46 Jahre alten "Transall"-Transporter ab. Insgesamt hat Deutschland 53 Exemplare bestellt. 40 erhält die Bundeswehr, 13 sollen weiterverkauft werden.

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Allerdings gibt es seit Langem Streit zwischen Airbus und dem Verteidigungsministerium als Kunde über Kosten und Zeitplan des Rüstungsprojekts. Es geht um die Frage, mit wie viel Verzögerung die Turboprop-Maschine ausgeliefert wurde. Das Ministerium geht von vier Jahren aus. Es bezieht sich auf den ursprünglichen Kaufvertrag von 2003, in dem August 2010 als Auslieferungstermin festgelegt wurde.

Bei Airbus gilt eine andere Zeitrechnung. Bei der 38. Änderung des A400M-Vertrags 2011 sei der Auslieferungstermin auf den 30. November 2014 verschoben worden, heißt es aus der Verteidigungssparte des Konzerns. Deswegen könne man juristisch gesehen nur von 18 Tagen Verspätung sprechen. "Ob man 18 Tage als Verspätung oder noch als ziemlich pünktlich bewertet, liegt im Auge des Betrachters", erklärte ein Sprecher.

yes/dpa
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