Abgasskandal VW-Absatz in den USA bricht um ein Viertel ein

Den Skandal um manipulierte Abgaswerte schien Volkswagen auf dem US-Markt zunächst glimpflich zu überstehen. Im November aber ist der Absatz nun um ein Viertel eingebrochen - trotz einer Rabattoffensive.

Volkswagen-Modelle in Boulder, Colorado: Aktionen rund um Thanksgiving
AP/dpa

Volkswagen-Modelle in Boulder, Colorado: Aktionen rund um Thanksgiving


Erstmals seit Bekanntwerden von manipulierten Abgaswerten hat Volkswagen in den USA einen Einbruch der Verkäufe verzeichnet. Im November sank der Absatz der Kernmarke VW im Vorjahresvergleich um 24,7 Prozent auf knapp 23.900 Autos. In den beiden Monaten zuvor hatte VW noch jeweils ein Mini-Plus erzielt. Allerdings gab es damals auch jeweils einen Verkaufstag mehr als im Vorjahr, im November waren es zwei Tage weniger.

Marktforscher hatten im November von einer Rabattoffensive in den USA berichtet - doch auch das verhalf VW nicht zu einem erneuten Verkaufsplus. Besonders bei den Modellen Passat und Jetta lief es schlecht. Die VW-Tochter Audi Chart zeigen legte dagegen beim Absatz im November um 0,4 Prozent auf 16.700 Autos leicht zu, obwohl die Ingolstädter ebenfalls vom Skandal um geschönte Abgaswerte betroffen sind. In den Vormonaten waren die Verkäufe aber deutlich stärker gewachsen.

Nach Bekanntgabe des Absatzes drehten VW-Aktien Chart zeigen an der Frankfurter Börse ins Minus und verloren bis zu 4,9 Prozent. Am Ende schlossen sie 1,1 Prozent tiefer mit 130,15 Euro.

Viele der VW-Rivalen konnten dagegen mehr Autos in den USA losschlagen. Der Absatz wurde vor allem von Verkaufsaktionen rund um den Feiertag Thanksgiving angeheizt. Gefragt waren spritschluckende Autos wie SUVs. Fiat Chrysler brachte drei Prozent mehr Fahrzeuge an die Kunden. Die Opel-Mutter General Motors Chart zeigen kam auf ein Plus von 1,5 Prozent. Ford setzte 0,4 Prozent mehr Autos ab. Bei Toyota Motor betrug der Zuwachs 3,4 Prozent. Die Daimler-Tochter Chart zeigen Mercedes-Benz will ihre Verkaufszahlen erst am 2. Dezember vorlegen.

VW hatte Mitte September eingeräumt, mit einer Software Abgastests von Dieselfahrzeugen manipuliert zu haben und den Verkauf einiger Modelle gestoppt.

dab/dpa/Reuters

insgesamt 38 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
p.donhauser, 01.12.2015
1.
kann ich mir garnicht vorstellen?hr.winterk.sie haben doch in der vergangenheit immer ein paar flotte sprüche zur lage drauf gehabt,"WIR HÖREN"
erni44 01.12.2015
2. Vw
Was mich interessieren würde, welche Länder und Autohersteller, vom Niedergang des VW Absatzes profitieren?
razer 01.12.2015
3.
Zum VW-Abgasskandal ist doch schon alles gesagt worden, zur verfehlten Modellpolitik von VW in den USA auch. Es gibt viel wichtigere Themen vor allen Dingen dies hier über das SPON den Mantel des Schweigens legt: Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" baut 150 Stellen ab - das sind 20 Prozent. Außerdem ist eine Neuaufstellung des journalistischen Angebots geplant. So sollen demnächst erste Bezahl-Artikel angeboten werden. Der "Spiegel" streicht Stellen - schon vor einigen Monaten hatten sich drastische Einschnitte beim Nachrichtenmagazin abgezeichnet. Nun nannte Geschäftsführer Thomas Hass die Zahlen. Unter dem Titel "Agenda 2018" soll der Abbau stattfinden, dazu gebe es "leider keine Alternative", so Hass. Spiegel-Geschäftsführer Thomas Hass erläutert die "Agenda 2018". Gestrichen werden sollen 35 Stellen in der Redaktion, außerdem werden 100 Arbeitsplätze im Verlagsbereich wegfallen. Bislang ist nicht geplant, Ressorts oder Korrespondentenbüros zu schließen. Statt dessen will der "Spiegel" neue Arbeitsabläufe einführen und Arbeiten an externe Dienstleistern vergeben. Spiegel Daily und Bezahlangebote Zur "Agenda 2018" gehört beim "Spiegel" auch eine neue Struktur des journalistischen Angebots. In den nächsten 100 Tagen will das Nachrichtenmagazin erste Bezahl-Artikel anbieten. Auch die englische Ausgabe soll nur gegen Bezahlung angeboten werden. Der Umsatz des Verlags lag 2014 bei knapp 285 Millionen Euro, im Jahr 2010 waren es noch 320 Millionen Euro. Innerhalb von fünf Jahren war der Absatz der Hefte um 180.000 Exemplare zurück gegangen.
imlattig 01.12.2015
4. vw...
sollte in suedamerika produzieren und seine werke in den usa schliessen. die suedamerikaner werden es ihnen danken.
dlmb 01.12.2015
5. Spritschluckende Autos...
Ja, solche spritschluckende SUVs sind hier auch der absolute Renner. Aber man musste natürlich gleich mal wieder im Zusammenhang mit den USA darauf hinweisen, dass die ja so böse zur Umwelt sind und nur bei dem guten VW-Konzern genauer hinschauen...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.