Absatzboom Deutsche Autoindustrie peilt Rekordergebnis an

Rund 5,9 Millionen Autos wollen die deutschen Hersteller in diesem Jahr verkaufen. Erfüllen sie ihr Ziel, toppen sie damit sogar das Rekordjahr 2008. VW und Co. profitieren dabei auch von der Schwäche der japanischen Konkurrenz.

Autoterminal in Emden: Starke Nachfrage aus USA, Indien und China
dpa

Autoterminal in Emden: Starke Nachfrage aus USA, Indien und China


Berlin - Die deutschen Autohersteller peilen das erfolgreichste Jahr ihrer 125-jährigen Geschichte an. Bis Ende des Jahres sollen rund 5,9 Millionen Neuwagen die Bänder der deutschen Werke verlassen, schätzt der Branchenverband VDA. "Das würde auch das Volumen des bisherigen Rekordjahres 2008 toppen", sagte Verbandspräsident Matthias Wissmann.

Grund für den Boom ist zum einen die starke Nachfrage aus den schnell wachsenden Schwellenländern China, Russland und Indien. Aber auch die Amerikaner kaufen mittlerweile wieder gerne deutsche Autos. Vor allem Dieselfahrzeuge, traditionelle Domäne deutscher Hersteller, sorgten im Juni in den Vereinigten Staaten für ein Plus von 22 Prozent - aufgrund des hohen Spritpreises.

Aber auch in Deutschland zog die Nachfrage deutlich an. Beflügelt von einer sinkenden Arbeitslosigkeit und den jüngsten Lohnerhöhungen schafften sich die Deutschen deutlich mehr Neuwagen an.

Das sorgt für neue Jobs. So wuchs die Stammbelegschaft der deutschen Hersteller um rund 13.000 neue Stellen auf insgesamt 718.000 Mitarbeiter. Außerdem werden deutlich mehr Zeitarbeiter beschäftigt.

Nicht zuletzt profitieren die deutschen Marken auch vom schweren Erdbeben in Japan. Das legte die Produktion der dortigen Hersteller teilweise lahm. Den Absatz übernehmen jetzt die Deutschen.

ges/dapd



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