Neun-Millionen-Marke VW verkauft so viele Autos wie nie zuvor

Volkswagen rückt immer näher an Platz eins heran: Der Autohersteller hat im vergangenen Jahr erstmals mehr als neun Millionen Autos verkauft, elf Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders gut lief das Geschäft in den USA und China, auch die Tochtermarken Porsche und Audi erzielten Rekordabsätze.
Auslieferungsturm in VW-Autostadt: Erstmals mehr als neun Millionen Autos verkauft

Auslieferungsturm in VW-Autostadt: Erstmals mehr als neun Millionen Autos verkauft

Foto: dapd

Detroit - Das Ziel ist die Marktführerschaft: Spätestens 2018 will Volkswagen der größte Autohersteller der Welt sein und der Weg dahin scheint nicht mehr weit. Mit 9,07 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen legten die Wolfsburger im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 Prozent zu, wie Konzernchef Martin Winterkorn in Detroit vor dem Beginn der US-Automesse sagte. 2013 aber werde der Wind rauer: "Vor uns liegen große Herausforderungen", sagte Winterkorn. Er sehe den Konzern jedoch gut vorbereitet.

Mit erstmals mehr als neun Millionen Autos dürfte Volkswagen   dem großen US-Rivalen General Motors, 2011 noch die Nummer eins der Branche, dicht im Nacken sitzen - ihn aber nicht überholt haben. Dem Konzern aus Detroit trauen Experten 2012 rund 9,2 Millionen verkaufte Autos zu. GM selbst hat noch keine Zahlen veröffentlicht. Größter Hersteller nach Absatzzahlen wird aber noch Toyota bleiben, mit rund 9,7 Millionen Autos.

In den USA knackte der VW-Konzern mit knapp 600.000 abgesetzten Autos 2012 den Uralt-Rekord von 1970 und legte im Vergleich zu 2011 um 34 Prozent zu. Damals sorgte noch der Käfer für reißenden Absatz. Heute heißen die Verkaufsschlager Jetta und Passat. Für letzteren legten die Wolfsburger eine eigene US-Version auf. Und in den Vereinigten Staaten soll es weiter bergauf gehen. Dieses Jahr rechnet Winterkorn mit mehr als 600.000 Autos.

Als wichtigsten Einzelmarkt hat China die USA aber schon lange abgelöst. Hier legte der Konzern 2012 um knapp ein Viertel auf 2,8 Millionen Autos zu. Auf dem kriselnden europäischen Markt blieb der Absatz mit knapp 3,7 Millionen Autos beinahe konstant.

Für einen weiteren Rekord sorgte die im Sommer komplett übernommene Sportwagen-Tochter Porsche: Weltweit mehr als 141.000 Auslieferungen bedeuteten ein Plus von 18,7 Prozent im Vergleich zu 2011 - und so soll es weitergehen: "Wir sind gut gewappnet, Porsche   erfolgreich durch das Jahr 2013 zu führen", sagte Porsche-Chef Matthias Müller.

Auch die Tochtermarke Audi   hatte mit 1,45 Millionen Fahrzeugen eine neue Bestmarke aufgestellt. Die verkauften Lastwagen und Busse der Nutzfahrzeug-Töchter MAN   und Scania   zählt VW nicht zu den 9,07 Millionen Autos dazu. Insgesamt sind mittlerweile zwölf Marken unter dem VW-Dach vereint.

nck/dpa
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