Sportartikelhersteller Adidas stellt US-Marke Reebok zum Verkauf

Adidas will sich von seiner US-Tochterfirma Reebok trennen. 15 Jahre nach der Übernahme ist der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller mit der Entwicklung der Marke gescheitert.
Rapper Pharell Williams mit Reebok-Kollektion

Rapper Pharell Williams mit Reebok-Kollektion

Foto: © Reuters Photographer / Reuters/ REUTERS

Der Sportartikelhersteller Adidas bereitet die Trennung von seiner US-Tochter Reebok vor. So soll ein formaler Verkaufsprozess eingeleitet werden, teilte das Unternehmen mit. In Zukunft will sich Adidas ganz auf seine Marke mit den drei Streifen konzentrieren. Der Konzern sei zu dem Schluss gekommen, »dass Reebok und Adidas ihr Wachstumspotenzial unabhängig voneinander deutlich besser ausschöpfen können«, erklärte Vorstandschef Kasper Rorsted. Der Adidas-Aktienkurs reagierte unter dem Strich kaum.

Über einen möglichen Verkauf hatte das »Manager Magazin« bereits im Oktober berichtet. Die »Financial Times« schrieb im November über ein mögliches Übernahmeangebot der Finanzinvestoren Permira und Triton.

Reebok konnte Erwartungen nie erfüllen

Adidas hatte schließlich Mitte Dezember offiziell angekündigt, bei der Entwicklung seiner neuen Fünfjahres-Strategie einen Verkauf von Reebok zu prüfen. Die US-Marke ist seit Jahren ein Restrukturierungsfall. Die hohen Erwartungen, die mit der Übernahme 2006 verbunden waren, konnte das Unternehmen nie erfüllen. Klar ist: Die Marke ist der teuerste Fehlgriff der Konzerngeschichte. Vom ersten Quartal 2021 an wird Adidas sie als »aufgegebenen Geschäftsbereich« ausweisen.

Zuletzt hatte Adidas die Marke wieder ganz auf Fitness ausgerichtet. Rorsted hatte immer wieder erklärt, Reebok selbst sanieren zu wollen. Jedoch wird schon seit Jahren über einen Verkauf spekuliert. Reebok hatte den Franken immer wieder Verluste eingebrockt. Adidas will auf einem Investorentag am 10. März die weitere Ausrichtung des Konzerns bis 2025 vorstellen.

rai/dpa/Reuters
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