Adidas und der DFB Gute Freunde kann niemand trennen

Im Skandal um die schwarze Kasse beim DFB fällt immer wieder der Name Adidas. Dem Unternehmen selbst wird nichts vorgeworfen. Doch der Fall zeigt, wie eng die Bande zwischen dem Fußballverband und seinem Ausrüster sind. Ein Überblick.
Adidas-Chef Hainer, DFB-Ikone Beckenbauer: enge Bande

Adidas-Chef Hainer, DFB-Ikone Beckenbauer: enge Bande

Foto: Johannes Simon/ picture alliance / dpa

Da sage noch jemand, beim Fußball gehe es nur ums Geld: Als der Deutsche Fußball-Bund (DFB) 2007 einen über zehn Jahre laufenden Ausrüstervertrag mit Adidas abschloss, war die Aufregung groß. Schließlich hatte der US-Sportkonzern Nike dem DFB mehr als 60 Millionen Euro pro Jahr geboten, Adidas hingegen nur rund 25 Millionen Euro.

"Es ist eine Partnerschaft, die sich früher nicht in D-Mark und Pfennig rechnen ließ und heute nicht in Euro und Cent", sagte knapp sechs Jahre später Wolfgang Niersbach, inzwischen DFB-Präsident.

Auch von dem DFB-Skandal um die mutmaßliche Schwarze Kasse bei der Bewerbung für die WM 2006 ist Adidas   nun betroffen, wenn auch indirekt. Schließlich war es der damalige Konzernchef und Anteilseigner Robert Louis-Dreyfus, der das Geld nach SPIEGEL-Informationen aus seinem Privatvermögen vorgestreckt hat. Der DFB bestreitet die Existenz einer solchen Kasse.

Tatsächlich ist die Verbindung zwischen dem DFB und Adidas seit Langem eng, sehr eng. Spätestens seit dem "Wunder von Bern", dem Sieg im WM-Finale 1954, an dem nicht zuletzt die Schuhe des Adidas-Gründers Adi Dassler ihren Anteil hatten.

Ein Überblick über mehr als sechs Jahrzehnte einer innigen Beziehung zwischen DFB und Adidas: