Amazon, Ebay und Co. Adidas verbietet Verkauf über Online-Plattformen

Ob Sportschuhe, T-Shirts oder Taschen - neue Produkte von Adidas und Reebok soll es bald nicht mehr bei Amazon oder Ebay zu kaufen geben. Der Konzern verbietet seinen Händlern den Vertrieb über solche Internetplattformen.

Herzogenaurach - Der Sportartikelhersteller Adidas untersagt seinen Händlern künftig den Verkauf über Online-Plattformen wie Amazon oder Ebay . "Wir wollen sicherstellen, dass unsere Produkte über die Webseiten unserer Handelspartner oder unsere eigene Webseite verkauft werden", sagte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch. Spätestens bis Ende des Jahres müssten sich alle Händler in Europa an diese Regelung halten. Die Sprecherin bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des Brancheninformationsdienst "Markt intern".

Die Vorgaben sind laut Adidas Teil einer neuen Richtlinie für den Internet-Handel. Demnach dürfen Adidas-Produkte künftig nicht mehr über Online-Plattformen verkauft werden, die auch gebrauchte Waren des Herstellers anbieten, die über keine separaten Shops für die jeweiligen Adidas-Marken verfügen oder auf denen verschiedene Geschäfte dieselben Produkte verkaufen, heißt es in der Richtlinie.

Die neue Regelung für Adidas- und Reebok-Produkte gilt europaweit spätestens ab 2013. Das Unternehmen stärkt damit die eigenen Handelspartner wie Intersport, Sport Schuster und Sport Scheck, die die Produkte des Unternehmens über eigene Webseiten verkaufen.

Adidas habe alle Vertriebskanäle untersucht und sich dann zu diesem Schritt entschieden, sagte die Sprecherin. Es gehe darum, "die Marken möglichst gut zu positionieren".

stk/dpa/dapd
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