Affäre um einen Ex-Mitarbeiter Räume der Deutschen Bahn durchsucht

Ärger für die Deutsche Bahn: Die Staatsanwaltschaft Kiel hat die Räume des DB-Pressebüros in Hamburg durchsuchen lassen. Hintergrund ist die frühere Zusammenarbeit des Unternehmens mit einem NDR-Journalisten. Er soll Firmen gegen Geld Sendezeiten im Fernsehen verschafft haben.
Logo der Deutschen Bahn: Enge Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft

Logo der Deutschen Bahn: Enge Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft

Foto: Z1032 Arno Burgi/ dpa

Hamburg - Die Staatsanwaltschaft Kiel hat am Donnerstag Räume des regionalen Pressebüros der Deutschen Bahn in Hamburg durchsucht. Dabei ging es um Ermittlungen gegen den früheren NDR-Fernsehredakteur Gerd Rapior, sagte Oberstaatsanwalt Manfred Schulze-Ziffer.

Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Redakteur wegen des Vorwurfs der Bestechlichkeit. Er soll von mindestens einer Firmengruppe Geld dafür erhalten haben, dass er ihr Sendezeiten im Fernsehen verschaffte oder sich dazu bereit erklärte.

Der Journalist arbeitete von 2001 bis Anfang 2007 unter anderem für das regionale Pressebüro der Bahn, wie das Unternehmen mitteilte. Laut Bahn bestand ein Vertragsverhältnis mit der Firma Media-Conzept, für die der Mann gearbeitet haben soll.

Die Bahn erklärte, sie arbeite nun eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen und prüfe den Vorgang auch intern. Insgesamt gehe es um Zahlungen von 57.000 Euro.

yes/dpa/ddp
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.