Amthor-Affäre Geschäftsführer von Augustus Intelligence lässt Amt ruhen

Das IT-Unternehmen Augustus Intelligence reagiert auf die Lobbyismus-Affäre um den CDU-Politiker Philipp Amthor: Geschäftsführer Wolfgang Haupt zieht sich zurück.
CDU-Politiker Philipp Amthor: Lobbyarbeit für Augustus Intelligence

CDU-Politiker Philipp Amthor: Lobbyarbeit für Augustus Intelligence

Foto: Jens Büttner/ dpa

Das IT-Unternehmen Augustus Intelligence steht seit den SPIEGEL-Enthüllungen über die fragwürdige Zusammenarbeit mit dem CDU-Politiker Philipp Amthor unter verschärfter öffentlicher Beobachtung. Nun hat der Geschäftsführer des New Yorker Start-ups angekündigt, sein Amt ruhen zu lassen. Wolfgang Haupt ziehe sich zurück, um eine unabhängige Überprüfung zu unterstützen, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens.

"Ziel ist, allen Stakeholdern anhand eines transparenten Berichts zu zeigen, dass Augustus seine Geschäfte in angemessener und verantwortungsvoller Weise führt", teilte das Unternehmen über eine PR-Firma mit. Interimschef wird Ramsey Taylor.

CDU-Politiker Amthor ist wegen seiner Nebentätigkeit und Lobbyarbeit für das US-amerikanische IT-Unternehmen zuletzt massiv in die Kritik geraten. Wie der SPIEGEL berichtete , hatte Amthor im Herbst 2018 mit einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) um politische Unterstützung für die Firma gebeten.

Gleichzeitig erhielt er Aktienoptionen, die es ihm ermöglichten, finanziell vom Erfolg des Unternehmens zu profitieren. Amthor bezeichnete seine Tätigkeit nach Erscheinen des SPIEGEL-Berichts als Fehler und beendete die Zusammenarbeit nach eigenen Angaben. Die ihm eingeräumten Möglichkeiten, Aktien zu erwerben, habe er nicht realisiert und die Optionen zurückgegeben.

mes/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.