Krisen-Fluggesellschaft Freiwilligentrupps sollen bei Air Berlin Service-Probleme beheben

Seit Wochen kämpft Air Berlin am Flughafen Tegel mit massiven Problemen beim Service. Nun ruft der Vorstand die Airline-Mitarbeiter zu Freiwilligeneinsätzen auf: Mit Schokoherzen und Snackbeuteln sollen sie Kunden besänftigen.
Air-Berlin-Maschinen am Berliner Flughafen Tegel

Air-Berlin-Maschinen am Berliner Flughafen Tegel

Foto: Fabrizio Bensch/ REUTERS

Mit einem außergewöhnlichen Task-Force-Einsatz will die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin   verhindern, noch mehr Kunden zu verärgern - und zugleich verprellte Gäste zurückgewinnen. Das geht aus einer internen Mitteilung hervor, die Firmenchef Thomas Winkelmann am Mittwoch an die Mitarbeiter der Fluglinie verschickt hat.

Das Schreiben liegt dem SPIEGEL vor. Darin ruft der Ex-Lufthansa-Manager die Belegschaft auf, sich als Freiwillige zu melden, um die Kollegen in der Bodenabfertigung, bei Crewtransport oder der Kundenbetreuung am Flughafen Tegel zu unterstützen.

Air Berlin kämpft in Tegel seit Wochen mit Verspätungen und Ausfällen, seit ein Dienstleister dort die Bodenabfertigung für Deutschlands zweitgrößte Fluglinie übernommen hat.

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Laut Unternehmenschef Winkelmann haben sich inzwischen schon 120 Mitarbeiter aus anderen Bereichen gemeldet, um seit Donnerstag Morgen acht Uhr in Tegel mitzuhelfen. Zu den Aufgaben der Task Force gehört es, Bahngutscheine an gestrandete Passagiere auszugeben, Snackbeutel oder Schokoherzchen zu verteilen, die Fluggäste über alternative Reisemöglichkeiten aufzuklären und falls nötig, Hotelübernachtungen zu buchen.

Für die Sondereinsätze, die zunächst bis Ende Juni vorgesehen sind, gibt es pro Tag bis zu 200 Euro zusätzlich. Essen und Getränke müssen von den Mitarbeitern allerdings selbst mitgebracht werden.

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