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Air-Berlin-Insolvenz

Ryanair reicht Kartellbeschwerde ein

Die Bundesregierung hilft der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin mit einem Millionenkredit. Konkurrent Ryanair sieht darin einen Verstoß gegen Wettbewerbsregeln - und beschwert sich.

DPA

Flugzeuge von Ryanair (l) und Air Berlin

Dienstag, 15.08.2017   21:37 Uhr

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Der irische Billigflieger Ryanair geht gegen die Staatshilfen für die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin vor und legt Beschwerde bei den Kartellbehörden ein. Der Insolvenzantrag sei mit dem Ziel arrangiert worden, dass die Lufthansa eine schuldenfreie Air Berlin übernehmen könne, erklärte Ryanair. Dies verstoße gegen deutsche und EU-Wettbewerbsregeln.

Reisende müssten künftig höhere Preise für Tickets zahlen, warnte Ryanair. Deshalb würden Bundeskartellamt und EU-Kommission aufgefordert, umgehend Schritte zu unternehmen.

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Air Berlin hatte am Dienstag Insolvenz angemeldet. (Lesen Sie mehr zum Niedergang der Fluggesellschaft hier.) Nun springt die Bundesregierung mit einem 150 Millionen Euro schweren Kredit ein. Sie sorgt dafür, dass die chronische defizitäre Fluggesellschaft die nächsten drei Monate überbrücken kann und die Maschinen nicht am Boden bleiben müssen. Das Geld soll bis Ende November reichen.

Letztlich soll Air Berlin von einer anderen Fluggesellschaft übernommen werden. Hier ruhen die Hoffnungen vor allem auf der Lufthansa, die seit längerem über die Übernahme von Teilen von Air Berlin verhandelt. Auch mit der Billigfluglinie Easyjet gebe es Gespräche, sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Damit sollten vor allem die Start- und Landerechte von Air Berlin auf dem Heimatflughafen in Berlin sowie in Düsseldorf gesichert werden.

ehh/Reuters/dpa

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