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"Offensichtliches Komplott"

Ryanair verzichtet auf Angebot für Air Berlin

So nicht: Mit dieser Botschaft kündigt Ryanair-Chef O'Leary an, nicht für die insolvente Air Berlin zu bieten. Er wiederholt seinen Vorwurf, ein Verkauf der insolventen Fluglinie an die Lufthansa sei längst beschlossen.

AFP

Michael O'Leary in Berlin

Mittwoch, 30.08.2017   17:16 Uhr

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Die irische Billigfluglinie Ryanair wird kein Angebot für die insolvente Air Berlin abgeben. Konzernchef Michael O'Leary begründete dies mit dem bereits in der Vergangenheit geäußerten Vorwurf, bei dem Verfahren handele es sich um ein "abgekartetes Spiel". Nur wenn es ein offenes und transparentes Insolvenzverfahren gäbe, würde er für Air Berlin bieten - sowohl als Ganzes als auch für Teile der Airline.

Durch ein "offensichtliches Komplott" von Regierung, Lufthansa und Air Berlin werde gegen die Wettbewerbsregeln in Deutschland und der EU verstoßen, so O'Leary weiter. Ryanair habe das Bundeskartellamt und die EU-Wettbewerbsbehörde aufgefordert, diese "künstlich erzeugte Insolvenz" zu untersuchen. Der Zeitpunkt sei gewählt worden, um vor der Bundestagswahl am 24. September Druck auf die Politik auszuüben.

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O'Leary sagte, er habe keinen Kontakt zu Air Berlin, dem Sachwalter oder der Bundesregierung. Auch habe er bisher nicht den Datenraum besucht, wo Geschäftsunterlagen zur Lage der Fluglinie einsehen können. "Wir werden keine Zeit verschwenden mit dem Verfahren." Denn der Ausgang sei bereits vorgezeichnet.

Der Ryanair-Chef hatte bereits vor zwei Wochen seine Einwände schriftlich an die Kartellwächter verschickt. "Die Beschwerde von Ryanair liegt uns vor. Es gibt keinen neuen Stand", sagte ein Sprecher des Bundeskartellamts. Die Eingabe löst bei der Bonner Behörde allerdings kein formelles Verfahren aus. Sie dient nur dazu, Kartellwächter auf etwas aufmerksam zu machen. Air Berlin will bis zum 15. September Angebote von Investoren einsammeln.

dab/dpa/Reuters

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