Air Berlin Nur umsonst fliegen ist schöner

Die Fluglinie Air Berlin hat nach SPIEGEL-Informationen offenbar nicht nur Prominente mit VIP-Karten für Freiflüge beglückt. In den Genuss sollen auch Geschäftspartner des Unternehmens gekommen sein - was bei Juristen als äußerst problematisch gilt.

Air-Berlin-Jet: Freiflüge auch für Geschäftspartner
dapd

Air-Berlin-Jet: Freiflüge auch für Geschäftspartner


Hamburg - Wie Insider berichten, wurden unter dem Ende August zurückgetretenen Firmenchef Joachim Hunold unter anderem Top-Manager von großen Flughäfen oder Reiseveranstaltern mit der sogenannten Counter Card Premium Plus ausgestattet, darunter auch Angestellte des Touristikriesen TUI.

Der Konzern ist an Air Berlin nicht nur mit knapp sieben Prozent beteiligt, sondern kauft in den Chartermaschinen auch regelmäßig Sitzplatzkontingente für seine Feriengäste ein.

Normalerweise wird bei derartigen Verhandlungen von Fluglinien mit Veranstaltern oder Airports hart gefeilscht. Mit der Premiumkarte wollten die Air-Berlin-Manager ihre Gesprächspartner womöglich milde stimmen.

Die Fluglinie selbst lehnte einen Kommentar ab und verweist darauf, dass Air Berlin zu einzelnen Kunden oder Kundengruppen generell keine Auskunft gibt. Ein TUI-Sprecher erklärt, ihm sei nicht bekannt, ob Mitarbeiter oder Führungskräfte über eine Air-Berlin-Premiumkarte verfügen.

Erst kürzlich war bekannt geworden, dass im Programm " Counter Card Premium Plus" mehr als hundert ausgewählte Personen aus Wirtschaft, Sport, Kultur und Unterhaltung und deren Familien jederzeit kostenlos mit der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft reisen durften. Die Einstellung des Programms bestätigte Air Berlin damals auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE. Allerdings wollte sich das Unternehmen nicht dazu äußern, welche Vorteile es den Promis genau bietet und wie viele von ihnen es wie intensiv nutzen.



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