Vermietete Flotten TUIfly muss wegen Insolvenz von Air Berlin sparen

Die Insolvenz von Air Berlin zwingt auch eine andere Fluggesellschaft auf Sparkurs: TUIfly hat bislang ein Drittel der Flotte zu guten Preisen an Niki vermietet. Nun will sie massiv Kosten senken.
Flugzeuge von TUIfly und Air Berlin am Flughafen in Hannover (2016)

Flugzeuge von TUIfly und Air Berlin am Flughafen in Hannover (2016)

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa

Wie sehr sich die ungewisse Zukunft der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin auch auf andere Unternehmen der Branche auswirkt, wird voraussichtlich das Personal von TUIfly zu spüren bekommen. Die Fluggesellschaft will ihre Kosten um mindestens 30 Millionen Euro senken, berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung". Die Einsparungen sind demnach nötig, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die TUI-Tochter ist Geschäftspartnerin des Air-Berlin-Konzerns. Sie vermietet dem Bericht zufolge bisher ein Drittel ihrer Flotte samt Besatzung zu sehr lukrativen Bedingungen an die Air-Berlin-Tochter Niki. Dieser Vertrag werde in dieser Form aber nicht mehr zu halten sein, zitiert die Zeitung Insider.

Der Sparkurs soll demnach nun vor allem die Piloten bei TUIfly treffen. 20 Millionen Euro der vorgesehenen Einsparungen betreffen demnach das Personal und der größte Teil davon bei den Piloten. Dabei gehe es nicht um Gehaltskürzungen, sondern vor allem um mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten.

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TUIfly führt laut der Zeitung bereits Gespräche mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit, die sich aber nicht zum Stand der Verhandlungen äußern wollte.

Am Freitag war die Frist für verbindliche Kaufangebote für Air Berlin - oder Teile davon - abgelaufen. Mehrere Unternehmen reichten Gebote ein, darunter die Lufthansa   sowie der frühere österreichische Rennfahrer Niki Lauda gemeinsam mit dem Reiseveranstalter Thomas Cook   und dessen Tochter Condor.

fdi/AFP