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26. September 2016, 13:35 Uhr

Verlustreiche Fluglinie

Air Berlin will Hälfte der Flotte aufgeben

Air Berlin sucht mit einer drastischen Schrumpfkur den Weg aus der Krise. Die kriselnde Airline will die Hälfte ihrer Flugzeugflotte aufgeben.

Mit der Halbierung ihrer Flotte will die kriselnde Fluggesellschaft Air Berlin endlich profitabel werden. Insidern zufolge soll diese Woche über den Ausverkauf entschieden werden.

Wenn der Lufthansa-Aufsichtsrat am Mittwoch der Übernahme von rund 40 Air-Berlin-Maschinen zustimme, solle Ende der Woche ein weiterer Deal mit der Tui-Fluglinie Tuifly folgen, war am Montag aus dem Umfeld der Verhandlungen zu erfahren. Dabei solle die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki zusammen mit 14 Tuifly-Maschinen, die bisher für Air Berlin unterwegs sind, in eine neue, gemeinsame Ferienfluggesellschaft eingehen.

Die Verhandlungen für Air Berlin führt dem Vernehmen nach die arabische Fluglinie Etihad, die mit einem Anteil von 29,2 Prozent die größte Aktionärin der Fluglinie ist. Sie steuert seit Jahren immer wieder Geld bei, um die Verluste zu begrenzen. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft hat in den vergangenen drei Jahren ein Minus in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro eingeflogen. Sprecher von Etihad, Air Berlin und Tui lehnten Stellungnahmen ab, nachdem zuerst die "Süddeutsche Zeitung" über den erwogenen Deal berichtet hatte.

Tuifly-Aufsichtsratschef Henrik Homann und Geschäftsführer Jochen Büntgen hatten am vergangenen Freitag in einem Brief an die Belegschaft bestätigt, dass Tuifly "angesichts der wirtschaftlich schwierigen Situation der Air Berlin" immer wieder mit dem Unternehmen selbst und Partnern im Gespräch sei und mögliche Kooperationen auslote. Schließlich müssten sie die wirtschaftlichen Interessen ihres Unternehmens mit insgesamt 41 Flugzeugen wahren.

Zuvor war bereits durchgesickert, dass die Lufthansa das Air-Berlin-Geschäft abseits der Drehkreuze Düsseldorf und Berlin in ihre Billigtochter Eurowings eingliedern will.

mik/dpa

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