Nach Attacke auf Manager Air France feuert vier Mitarbeiter

Sie protestierten gegen Sparpläne - und attackierten dabei ihre Chefs: Jetzt müssen die vier Air-France-Mitarbeiter gehen. Ein fünfter könnte ebenfalls gefeuert werden.

Personalchef Broseta auf der Flucht vor Mitarbeitern: "Schweres Fehlverhalten"
AFP

Personalchef Broseta auf der Flucht vor Mitarbeitern: "Schweres Fehlverhalten"


Vier Mitarbeiter der französischen Fluggesellschaft Air France sind wegen der Übergriffe auf Spitzenmanager gefeuert worden. Zudem sei die Kündigung eines Gewerkschaftsvertreters eingeleitet worden, teilte Air France mit. Den Männern werde "schweres Fehlverhalten" vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Airline.

Der Angriff aufgebrachter Air-France-Mitarbeiter auf den Personalchef der Fluggesellschaft, Xavier Broseta, und den Langstreckenverantwortlichen Pierre Plissonnier am 5. Oktober hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Im Streit über einen neuen Sparplan bei Air France, der die Streichung von 2900 Stellen vorsieht, hatten Hunderte Mitarbeiter ein Treffen von Konzernleitung und Betriebsrat in der Zentrale der Fluggesellschaft gestürmt.

In dem Tumult wurde Broseta das Hemd vom Leib gerissen, die Spitzenmanager mussten sich über einen Zaun vor den Demonstranten in Sicherheit bringen. In dem Gemenge sind der Fluggesellschaft zufolge sieben Menschen verletzt worden, einer davon schwer.

Die von den Kündigungen betroffenen Mitarbeiter müssen sich auch vor Gericht verantworten. Der Prozess soll am 2. Dezember beginnen.

sun/AFP



insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
C. Schmidt 13.11.2015
1.
Absolut korrekt. Arbeitskampf ist eine Sache, aber wer dabei auf körperliche Angriffe zurückgreift, hat moralisch eindeutig verloren und vermittelt auch nicht den Eindruck, eine vertrauenswürdige Verhandlungspartei zu sein.
_freidenker_ 13.11.2015
2. Kündigung
Man kann nur hoffen, das alle Gewalttätigen ihren Job für immer los sind.
nuramnoergeln 13.11.2015
3. Und wer feuert die Manager?
DAs unsere franz. Freunde bei Ihren Demonstarationen etwas emotionaler sind als wir kühlen Deutschen ist doch bekannt. Ein kaputtes Hemd ist meiner Meinung nach kein Kündigunsgrund. Wer weiß wie die Herren Manager reagieren, wenn man ihnen was weg nimmt. Bei Hemd -> Kündigung, bei schlechteren Arbeitbedingungen -> ?? und bei Geldkürzung -> Schläge? Die LH Mitarbeiter sollten sich an ihren AF Kollegen ruhig mal ein Beispiel nehmen.
kaltschale 13.11.2015
4. Fehlverhalten auf welcher Seite?
Vom Fehlverhalten des Management, welches 2900 Menschen die Lebensgrundlage kostet, spricht keiner.
fatherted98 13.11.2015
5. naja...
...also das so reißerisch aufzumachen. Es handelt sich um Nötigung und Körperverletzung....da würde wohl jeder Mitarbeiter in jedem Land der Welt rausgeschmissen werden...also wirklich nichts erstaunliches.
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