Fünf Milliarden Dollar Listenpreis Airberlin storniert Bestellung von 33 Boeing-Flugzeugen

33 Flugzeuge mit einem Listenpreis von insgesamt rund fünf Milliarden Dollar: Das hatte Airberlin bei Boeing bestellt. Nun macht die deutsche Fluggesellschaft die Order wieder rückgängig.
Airberlin-Flugzeuge in Berlin: Auftrag wieder zurückgezogen

Airberlin-Flugzeuge in Berlin: Auftrag wieder zurückgezogen

Foto: AP

London/Berlin - Die Fluggesellschaft Airberlin verkleinert ihre Flotte - und verzichtet deshalb auf 33 bei Boeing bestellte Flugzeuge. Wie das Unternehmen aus Berlin am Freitag mitteilte, hat es die Order wieder zurückgezogen. Die Maschinen hätten derzeit einen Listenpreis von insgesamt rund fünf Milliarden Dollar (3,9 Milliarden Euro) gehabt, der tatsächlich vereinbarte Kaufpreis habe aber darunter gelegen.

Airberlin verzichtet der Mitteilung zufolge auf 18 Flugzeuge des Typs Boeing 737 sowie auf 15 Boeing 787, dem Langstreckenflugzeug Dreamliner. Der Flugzeughersteller Boeing zeigte Verständnis für die Stornierung. Die Kunden des Konzerns müssten in einem "dynamischen Umfeld" bestehen, und ihre Flotten wandelten sich. Bei der Aktualisierung der Bestellbücher von Boeing am 3. Oktober werde die Stornierung berücksichtigt.

Ausgleichszahlungen muss Airberlin nach eigenen Angaben nicht leisten. Die Fluggesellschaft werde nun in kleinerem Umfang als ursprünglich geplant ihre bestehende Flotte durch Kauf oder Leasing von geeigneten Flugzeugen an ihre Bedürfnisse anpassen.

Airberlin hatte im August einen grundlegenden Umbau angekündigt und erklärt, binnen drei Jahren wieder "nachhaltig profitabel" werden zu wollen. Künftig werde sich die Airline auf die Reisemärkte Deutschland, Österreich, Schweiz und Mallorca konzentrieren.

vks/dpa
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