Börsendebüt Airbnb-Aktie schießt rund 140 Prozent in die Höhe

Satter Kurssprung zum Börsenstart: Der Aktienwert des Wohnungsvermittlers Airbnb hat sich am ersten Handelstag mehr als verdoppelt. Die Firma ist schon jetzt rund 100 Milliarden Dollar wert.
Airbnb-Chef Brian Chesky auf einem Bildschirm der Nasdaq-Börse

Airbnb-Chef Brian Chesky auf einem Bildschirm der Nasdaq-Börse

Foto: Mark Lennihan / AP

Dem Apartment-Vermittler Airbnb ist ein fulminanter Börsenstart geglückt. Bereits der erste Kurs in New York lag mit 146 Dollar deutlich über dem Ausgabepreis von 68 Dollar. Zuletzt pendelte die Aktie gar um die Marke von 153 Dollar. Das Unternehmen ist damit schon jetzt mehr als 100 Milliarden Dollar wert.

Der Kurssprung ist umso erstaunlicher, da die Firma aus San Francisco auf dem Weg zum Börsengang schon mehrfach den Ausgabepreis der Aktie erhöht hatte. Erst Anfang der Woche wurde die Spanne von 44 bis 50 Dollar auf 56 bis 60 Dollar angehoben. Letztlich wurden 68 Dollar verlangt.

Airbnb hatte schon länger einen Börsengang für 2020 in Aussicht gestellt, wegen der Coronakrise war jedoch unklar, ob es dazu kommen würde. In der Pandemie brach das Geschäft des Appartment-Vermittlers zunächst ein. Zuletzt erholte sich das Geschäft aber wieder, unter anderem, weil viele Nutzer inzwischen Appartments für Kurztrips mit dem Auto buchen.

Zuletzt konnte Airbnb schwarzen Zahlen vorweisen. Im vergangenen Vierteljahr verdiente das Unternehmen 219 Millionen Dollar. In den neun Monaten bis Ende September fielen jedoch Verluste von knapp 697 Millionen Dollar an. Insidern zufolge schaut der Konzern seit Ausbruch der Pandemie genau auf die Kosten, hat einen Einstellungsstopp verhängt und das Marketing heruntergefahren.

Airbnb wurde 2008 von Brian Chesky, Nathan Blecharczyk sowie Joe Gebbia gegründet, ursprünglich als Website, über die Zimmer während Konferenzen gebucht werden konnten. Das Unternehmen revolutionierte die Vermittlung von Ferienzimmern und -häusern unter Privatleuten. Im Laufe der Jahre war Airbnb immer wieder mit Kritik und rechtlichen Problemen konfrontiert. So werfen viele Städte Airbnb vor, für Wohnungsknappheit und steigende Mieten mitverantwortlich zu sein.

ssu/Reuters/afp
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