Schlupflöcher Airbnb zahlt in Frankreich nur 70.000 Euro Steuern

Airbnb rechnet sich klein: Auf seinem zweitgrößten Markt Frankreich setzt das Unternehmen 65 Millionen Euro im Jahr um. Der französische Fiskus sieht davon nur einen Bruchteil.
Airbnb-Unterkunft in Paris (Archiv)

Airbnb-Unterkunft in Paris (Archiv)

Foto: Francois Mori/ AP

Der Online-Wohnungsvermittler Airbnb zahlt in Frankreich nur minimal Steuern. Das US-Unternehmen habe im vergangenen Jahr knapp 70.000 Euro an den Fiskus abgeführt, berichtet die französische Zeitung "Le Parisien" . Dabei belaufe sich der Jahresumsatz von Airbnb in Frankreich Schätzungen zufolge auf 65 Millionen Euro.

Bei der Berechnung der fälligen Abgaben nutze Airbnb ein legales Schlupfloch, heißt es in dem Bericht. Das Geld der Kunden geht nicht an den französischen Ableger der Onlinebörse, sondern an zwei Gesellschaften mit Sitz in Irland und Großbritannien.

Die Airbnb-Vertretung in Frankreich ist nach Angaben des Unternehmens nur für Marketing und Werbung zuständig und gibt einen vergleichsweise geringen Jahresumsatz von knapp fünf Millionen Euro und einen Gewinn von etwas mehr als 166.000 Euro an.

Frankreich ist nach den USA der zweitgrößte Markt für Airbnb. Dort werden über die Plattform rund 300.000 Unterkünfte angeboten. Das Unternehmen betonte, es halte sich an die französischen Gesetze.

asa/AFP
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