Trotz Coronakrise Airbus meldet Rekordgewinn

Nach zwei Verlustjahren ist Airbus wieder zurück in der Gewinnzone – und wie: Der Konzern erzielte 2021 den höchsten Überschuss seiner Geschichte.
Airbus A350 in Toulouse (September 2019)

Airbus A350 in Toulouse (September 2019)

Foto: Regis Duvignau/ REUTERS

Dem weltgrößten Flugzeugbauer Airbus ist im zweiten Coronajahr 2021 der höchste Gewinn seiner Geschichte gelungen. Dank einer gestiegenen Zahl von Auslieferungen und Einsparungen übertraf der Überschuss mit 4,2 Milliarden Euro den bisherigen Rekordgewinn von 2018, wie der Dax-Konzern mitteilte.

Damit hat Airbus eine Phase hoher Verluste überwunden. In den Jahren 2019 und 2020 hatte der Konzern jeweils Fehlbeträge in Milliardenhöhe verkraften müssen, erst aufgrund einer Strafe wegen Korruptionsvorwürfen, dann wegen der Coronakrise und des Abbaus Tausender Arbeitsplätze. Die Aktionäre sollen jetzt wieder eine Dividende erhalten, nachdem diese zweimal hintereinander gestrichen worden war. Geplant ist die Ausschüttung von 1,50 Euro je Aktie.

In diesem Jahr beabsichtigt Airbus die Flugzeugproduktion nach den Einschnitten in der Pandemie wieder deutlich hochzufahren – und noch höhere Überschüsse zu erzielen. Geplant ist die Auslieferung von rund 720 Verkehrsflugzeugen; im vergangenen Jahr waren es noch 611. Allerdings würde damit das bisherige Rekordniveau von 2019 nicht erreicht, als der Konzern mehr als 860 Maschinen auslieferte.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten – der sogenannte bereinigte Ebit – soll im laufenden Jahr 5,5 Milliarden Euro erreichen. Im vergangenen Jahr verdreifachte er sich nahezu auf knapp 4,9 Milliarden Euro und übertraf damit das Ziel des Vorstands und die Erwartungen von Experten.

Airbus braucht das Geld, um in seine langfristigen Projekte zu investieren. Dabei geht es vor allem um das erste Passagierflugzeug mit Wasserstoffantrieb, das der Hersteller bis zum Jahr 2035 an den Start bringen will. Außerdem weitet Airbus die Produktion der stark gefragten Mittelstreckenjets der A320neo-Familie kräftig aus. Sie soll vom krisenbedingt gedrosselten Niveau von zuletzt etwa 45 Maschinen pro Monat bis Mitte 2023 auf monatlich 65 Stück wachsen. Das wäre mehr als vor der Krise. Bis zum Jahr 2025 plant das Management eine weitere Steigerung auf bis zu 75 Maschinen.

fdi/dpa
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