Eurofighter-Kauf Österreich zeigt Airbus wegen Betrugs an

Ein Milliardengeschäft mit "Eurofighter"-Kampfjets hat für Airbus unangenehme Rechtsfolgen. Österreich will den Konzern wegen Betrugs anzeigen und Schadensersatz in Millionenhöhe fordern.

Eurofighter der österreichischen Luftstreitkräfte
Reuters

Eurofighter der österreichischen Luftstreitkräfte


18 "Eurofighter"-Kampfjets für knapp zwei Milliarden Euro plus vier Milliarden Euro in Gegengeschäften - so lautete die Bestellung im Jahr 2003, vier Jahre später einigte man sich auf eine Reduktion auf 15 Jets für 1,7 Milliarden Euro. Nun hat das österreichische Verteidigungsministerium bei der Staatsanwaltschaft Wien Strafanzeige gegen Airbus im Zusammenhang mit der Beschaffung der "Eurofighter" erstattet.

Es geht um den Verdacht auf arglistige und betrügerische Täuschung unter anderem beim Kaufpreis der Jets. Die Republik Österreich schließt sich demnach außerdem dem Strafverfahren als Privatbeteiligte an und verlangt Schadensersatz in Millionenhöhe.

Grundlage für die Anzeige sind die Ermittlungen der "Task Force Eurofighter" im Verteidigungsministerium, die am Donnerstag ihren Bericht veröffentlichen wird. Die Task Force hat seit Ende 2012 im Wirkungsbereich des Verteidigungsministeriums Korruptionsvorwürfe untersucht und insbesondere Informationen dahingehend durchforstet, ob die Republik Österreich bei der Beschaffung der "Eurofighter" - damals hieß der Airbus-Konzern noch EADS - geschädigt wurde.

Bereits seit Jahren sind die Vorwürfe bekannt, wonach EADS bei dem "Eurofighter"-Deal mit unlauteren Gegengeschäften gearbeitet haben soll.

fdi/dpa/Reuters

insgesamt 56 Beiträge
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Anindo 16.02.2017
1. Über 15 Mio. für einen Kampfjet?
Vielleicht sollte man mal Ferrari fragen, ob die die Dinger nicht produzieren können. Die sind günstiger.
rieberger 16.02.2017
2. Lug und Betrug
Made in Germany steht mittlerweile für Lug und Betrug. Auch Konzerne, in denen Deutschland beteiligt ist. Nennen wir diese Betriebe beim Namen: VW, Deutsche Bank und jetzt Airbus / EADS und all diejenigen, die noch nicht entlarvt wurden. Ein mühsam erarbeitetes Qualitätslabel verkommt zur kriminellen Ramschware.
laracrofti 16.02.2017
3. Wieder so ein halber Artikel...
was sind denn die Gegengeschäfte? Wer war zu damaliger Zeit verantwortlich für den Deal auf beiden Seiten? ...
max-mustermann 16.02.2017
4.
Tja sowas ist in Deutschland natürlich undenkbar, da hält die Regierung ihre schützende Hand über jedes Unternehmen egal um wieviel Geld es den deutschen Staat/Steuerzahler betrogen hat.
Nachzünder 16.02.2017
5. @laracrofti
Wahrscheinlich könnten teile der Antworten auf diese Fragen die Bevölkerung verunsichern
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