Führungswechsel bei Flugzeugbauer Airbus-Chef Enders geht schon 2019

Airbus leitet den Umbau des Topmanagements ein: Konzernchef Tom Enders wird das Unternehmen 2019 verlassen, sein Vize geht noch früher. Enders steht wegen einer Korruptionsaffäre in der Kritik.

Airbus-Chef Tom Enders (Archiv)
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Airbus-Chef Tom Enders (Archiv)


Airbus-Chef Tom Enders gibt seinen Job im Frühjahr 2019 ab. Der Deutsche habe den Verwaltungsrat informiert, dass er keine Verlängerung seines derzeitigen Vertrags anstreben werde, teilte der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern am Freitag mit.

Enders Stellvertreter Fabrice Brégier, der das wichtige Verkehrsflugzeug-Geschäft führt, trete bereits im Februar 2018 zurück. Sein Nachfolger soll Guillaume Faury werden. Er leitet bisher die Hubschrauber-Sparte Airbus Helicopters.

Enders kündigte an, er werde jetzt mit dem Verwaltungsrat eine reibungslose Übergabe an einen Nachfolger an der Konzernspitze und eine neue Führungsmannschaft vorbereiten. Für die kommenden Jahre "brauchen wir frische Kräfte", sagte der 59-Jährige.

Enders hatte noch im April erklärt, er erwäge, seinen Vertrag über 2019 hinaus zu verlängern. Er denke nicht daran, sich zur Ruhe zu setzen. Seither war er allerdings wegen seines Verhaltens in einer Korruptionsaffäre massiv in die Kritik geraten.

Mehr zu den Hintergründen des Skandals: Enders genehmigte 80-Millionen-Abfindung für umstrittenen Manager).

beb/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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stranzjoseffrauss 15.12.2017
1. Weniger ein Verlust für Airbus als für die Skandalpresse!
Aber vielleicht kehrt der Bilderberger in ähnlicher Absicht als Verteidigungsexperte zur CSU zurück. Eine Kostprobe ist derzeit günstig zu erwerben, https://www.booklooker.de/Bücher/Thomas-Enders+Die-SPD-und-die-äußere-Sicherheit-Zum-Wandel-der-sicherheitspolitischen-Konzeption-der/id/A01tSIR701ZZb?zid=1406290e5d4198321e4152f2dcda8607
Klaus100 15.12.2017
2. Der französische Airbuskonzern
Mehrheitlich glauben die Franzosen, dass es sich bei Airbus um ein französisches Unternehmen handelt. Das ist so und vielleicht kann man es sogar angesichts des Zustands der sonstigen französischen Industrie verstehen. Das Frau Merkel und die SPD aber auch dieser Überzeugung sind, ist einigermaßen unverständlich. Wenn schon der Sitz in Toulouse ist, sollte man darauf achten, dass die Spitzenposition von einem qualifizierten Spanier, Briten oder Deutschen eingenommen wird. Es gibt auch in Zeiten der Regierungsbildung auch noch andere Interessen außer denen in Frankreich.
laracrofti 15.12.2017
3. Diese Argumente glaubt
doch keiner, entweder der Tom geht schon viel früher oder aber er überlegt es sich in ein paar Monaten doch noch anders und lässt seinen Vertrag verlängern. Dass er nach mehr als einem Jahr die Zügel an einen Nachfolger gibt damit alles reibungslos verläuft ist ein schönes Märchen.
rflieger 15.12.2017
4. Mitgefangen mitgehangen
Hintergrund scheint hier doch ein versuchtes Personalkarrussel nach dem Motto Mitgefangen-Mitgehangen zu sein. Ganz im Widerspruch zum nicht vorhandenen Tatbeitrag von Herrn Enders.
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