Einigung mit französischer Justiz Airbus zahlt Millionensumme wegen Korruptionsvorwürfen

15,8 Millionen Euro zahlt Flugzeugbauer Airbus, um der Verfolgung der französischen Strafbehörden wegen Korruptionsverdachts zu entgehen. Schon 2020 hat der Konzern eine Milliardenstrafe gezahlt.
Airbus-Flagge in Nantes, Frankreich

Airbus-Flagge in Nantes, Frankreich

Foto: STEPHANE MAHE / REUTERS

Der Flugzeugbauer Airbus hat sich laut Deutscher Presseagentur mit den Strafbehörden in Frankreich auf die Zahlung einer Millionensumme verständigt, um einer eventuellen Verfolgung wegen Korruptionsverdachts in Libyen und Kasachstan zu entgehen. Das Pariser Strafgericht habe die Vereinbarung, die die Zahlung von 15,8 Millionen Euro vorsieht, bestätigt, teilte die Finanzstaatsanwaltschaft in Paris mit.

Bei den möglichen Korruptionsfällen habe es sich um Verkäufe von Flugzeugen, Hubschraubern und Satelliten in Libyen und Kasachstan zwischen 2006 und 2011 gehandelt. Diese Fälle seien bei Ermittlungen zu Korruptionsvorwürfen aufgetaucht, derentwegen Airbus in einer 2020 getroffenen Vereinbarung in Frankreich bereits eine Buße von knapp 2,1 Milliarden Euro gezahlt hatte.

Mit einer beispiellosen Milliardenstrafe hatte Airbus damals langjährige Korruptionsermittlungen in drei Ländern beendet. Insgesamt 3,6 Milliarden Euro zahlte der europäische Flugzeugbauer in Frankreich, Großbritannien und den USA.

czl/dpa

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